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Landscheid: Neuer Chef gesucht

Landscheid: Neuer Chef gesucht

Bislang einziger möglicher Kandidat für die Landscheider Ortsbürgermeisterwahl am 28. Oktober ist Ewald Heck. Die Wahl war nötig geworden, weil Egon Birresborn aufgrund einer Krankheit seinen Rücktritt zum 1. August erklärt hatte.

(mai) Generell stößt der Rücktritt von Ortsbürgermeister Egon Birresborn aufgrund einer Krankheit in Landscheid auf Bedauern. Die Leistung des Parteilosen sei in allen Gruppierungen unstrittig, heißt es einmütig im Gemeinderat. Als gar exzellent bezeichnet der SPD-Vorsitzende Heinz-Helmut Boschan seine Arbeit. Auch bei den Bürgern kam der Kommunalpolitiker dem Vernehmen nach gut an. Doch Landscheids Ortspolitik muss weiter gehen. Für die Mehrortgemeinde, deren Geschäfte seit 1. August der erste Beigeordnete Walter Raskop (CDU) führt, muss nun ein neuer Kandidat für den Chefsessel, gesucht werden. Am 28. Oktober sind rund 1600 Landscheider zur Wahl aufgerufen. Der neue Bürgermeister bleibt planmäßig bis zum Ende der Legislaturperiode 2009 im Amt. Bislang hat erst ein Mann seine Kandidatur angekündigt: Ewald Heck, zweiter Beigeordnete der Gemeinde. Heck ist Mitglied der Wählergruppe Mehrortsgemeinde. Offizieller Kandidat der Gruppierung ist er allerdings noch nicht. Am 6. September soll die Vollversammlung über seine Kandidatur abstimmen. Der Vorsitzende der Wählergemeinschaft, Ulrich Müller, geht jedoch davon aus, dass die Versammlung Heck unterstützen wird. CDU will Kandidatenfrage in einer Woche klären Heck selbst sagte auf TV-Nachfrage: „Als Ortsvorsteher und als Mitglied im Ortsbeirat und Gemeinderat habe ich 17 Jahre politische Erfahrung gesammelt. Ich glaube, ich kann dem Dorf weiterhelfen.“ Erste Rückmeldungen auf die Ankündigung seiner Kandidatur seien positiv gewesen. Heck betont, dass es ihm wichtig sei, die Bürger frühzeitig über seine Absichten zu informieren, „damit sich jeder drauf einstellen kann“. Er habe es anders machen wollen als in Salmtal, wo erst kurz vor Ablaufen der Frist zwei Kandidaten für das Bürgermeisteramt ihren Hut in den Ring warfen. Ob die CDU, größte der drei Fraktionen im Rat, auch einen Kandidaten ins Rennen schicken wird, ist noch unklar. Die Partei wird diese Frage laut der Vorsitzenden Marita Illigen ebenfalls bei einer Mitgliederversammlung am 6. September endgültig klären. Spekulationen, der erste Beigeordnete Walter Raskop, könne sich für den Job interessieren, will dieser nicht kommentieren. Für die SPD, mit zwei Mitgliedern kleinste Fraktion im Rat, schließt Vorsitzender Boschan die Benennung eines Kandidaten aus. Bei der Verbandsgemeindeverwaltung hat sich noch kein weiterer Anwärter gemeldet. Die Frist zur Einreichung der Unterlagen läuft am Montag, 17. September, um 18 Uhr ab. Für Wahlvorschläge von Einzelkandidaten müssen zuvor 30 Unterschriften gesammelt werden. Parteien, die noch nicht beim Landeswahlleiter registriert sind, müssten sich bis spätestens bis 11. September dort melden.