Berühmtheiten geben ihren Namen

Zwei der drei neuen Straßen im Neubaugebiet "Im Burecken" Großlittgen werden nach Berühmtheiten der Gemeinde benannt.

Großlittgen. (mkl) Die Namensgeber der Straßen im Großlittger Neubaugebiet "Im Burecken" waren schon zu Lebzeiten Berühmtheiten. Im November 1954 ist in den Nachrichten aus der "Stadt Wittlich" zu lesen, dass der Enkel eines Großlittger Jungen das einst höchste Gebäude der Welt, das "Empire State Building" in New York, erbaut hat. Er hieß John Jakob Raskob und war der Enkel von Jakob Raskob, der 1846, wie weitere 156 Großlittger zwischen 1823 und 1898, nach Amerika auswanderte. John Jakob Raskob fasste 1929 den Entschluss, mitten im Verkehrszentrum von New York einen Wolkenkratzer zu erbauen. Am 1. Mai 1931 wurde das Gebäude fertiggestellt.

Am Ende dieses Zeitungsartikels aus dem Jahr 1954 stellt sich der Verfasser die Frage, ob es in Großlittgen wohl noch eine Erinnerung an den ausgewanderten Raskob gibt. Ja, die Erinnerung lebt: 55 Jahre später widmet die Gemeinde dem berühmten Enkel des Großlittger Jungen eine Straße im Neubaugebiet "Im Burecken", die "John-J.-Raskob-Straße".

Auch der zweite Namensgeber "Abt Bootz", ist nicht in Vergessenheit geraten. Im Kloster Himmerod ist auf einem Grabstein zu lesen, dass der Abt Robert Bootz aus Großlittgen (1685 bis 1730) der wohl bedeutendste Abt des Eifelklosters war. Er war viele Jahre Generalvikar und Visiator (Kontrolleur mit umfassenden Vollmachten) des Zisterzienserordens im Rheinland und in Norddeutschland. Außerdem erfasste er als anerkannter Ordenshistoriker eine Geschichte über sein Kloster. Er vollendete 1688 den Himmeroder Kreuzgang und erbaute 1700 eine neue Präfektur. Die dritte Straße, die Durchgangsstraße, wird "Im Burecken" heißen.

Die Namensvorschläge kamen aus der Bevölkerung. Der Bürgermeister hatte die Einwohner aufgerufen, Vorschläge für die drei neuen Straßen "Im Burecken" einzureichen.