Dorfentwicklung: Klare Regeln am  Klösterchen

Dorfentwicklung : Klare Regeln am  Klösterchen

Der Parkplatz am Bürgerhaus in Salmrohr gehört der Pfarrgemeinde. Bisher hat diese ihn verpachtet, doch die Gemeinde möchte den Platz und das angrenzende Klösterchen kaufen.

Fußballer, Jubilare, Fastnachter und Kirchgänger nutzen den Parkplatz Im Kordel im Salmtaler Ortsteil Salmrohr. Von hier aus sind die Besucher direkt am Bürgerhaus, am Sportplatz und bei der Kirche. Und Platz ist für viele: Mehr als 60 Autos können auf den rund 1600 Quadratmetern geparkt werden.

Im angrenzenden Gebäude, dem Klösterchen, hatte einst die Gemeinde ein Büro, jetzt wird es von der Jugend- und der Frauengruppe sowie dem Kirchenchor Salmrohr genutzt. Bisher hat die Gemeinde den Parkplatz für einen symbolischen Preis von 15 Euro im Jahr plus Nebenkosten wie Wasser, Abwasser und wiederkehrende Beiträge von der Kirche gepachtet.

Das soll sich jetzt ändern. Die Kirchengemeinde will für den viel genutzten Platz eine Pacht von 100 Euro im Monat. Das begründet sie damit, dass das Gelände Bauland ist und die Pfarrgemeinde ihre Grundstücke verwerten muss. Die Zivilgemeinde würde den Parkplatz und das angrenzende Klösterchen gerne kaufen. Doch für das Klösterchen ist bei der Gemeinde kein Geld da. Anton Duckart, Ortsbürgermeister, sagte dazu in der jüngsten  Gemeinderatssitzung: „Das Parkplatzgelände liegt im Ortskern, und es wäre schon gut, wenn wir das bekommen könnten.“

Das Bistum möchte das Grundstück nicht verkaufen.

Jetzt steht die Option eines Grundstückstauschs im Raum, denn die Zivilgemeinde sieht so bessere Chancen, dass der Parkplatz in ihren Besitz übergeht. Allerdings ist das nicht so einfach: Denn die Kirche möchte im Tausch ein Grundstück haben, das sie finanziell verwerten kann, sprich: das sie zum Beispiel verpachten kann.

Damit die Gemeinde weiß, wie hoch der Kaufbetrag wäre, lässt sie jetzt vom Katasteramt ein Grundstücksgutachten erstellen.

Für die Pfarrgemeinde ist klar: „Die Kirchengemeinde wird das Grundstück nicht verschenken, aber sollte man sich doch entschließen zu verkaufen, dann wäre die Zivilgemeinde der erste Ansprechpartner“, so ein Vertreter der Kirchengemeinde. Es soll weitere Gespräche geben, aber erst einmal soll ein konkreter Wert  genannt werden. „Wir wollen etwas in der Hand haben, damit wir überhaupt wissen, über was wir verhandeln“, sagte der Ortschef.

Der Gemeinderat stimmte ihm und dem Antrag über das Wertgutachten zu. Das Ergebnis wird vermutlich erst im Frühjahr konkret sein. „Dann werden auch erst die Kosten dafür feststehen“, wie Ortsbürgermeister Duckart erklärt.