Knappe Entscheidung für Entschuldung

Knappe Entscheidung für Entschuldung

Sparen, obwohl es kaum noch etwas zu sparen gibt. Diese Aufgabe muss die Ortsgemeinde Büdlich meistern. Ihr Rat hat sich, wenn auch äußerst knapp, entschieden, am Entschuldungsfonds des Landes teilzunehmen.

Büdlich. Der Ortsgemeinderat Büdlich hat seinen Haushalt geschnürt. Das wichtigste Vorhaben sind Arbeiten am Friedhof. Die Bruchsteinmauer und die Wege müssen dringend ausgebessert werden (der TV berichtete). Begonnen werden kann aber erst, wenn der bereits dreimal beantragte Zuschuss aus dem Investitionsstock des Landes bewilligt wird. Hoffen auf kostengünstige LösungIm Laufe des Jahres könnte zudem ein Nachtragshaushalt notwendig werden. Nämlich dann, wenn sich der Zweckverband Kindertagesstätte Berglicht (siehe Extra) entscheiden sollte, das Gebäude zu erweitern und zu sanieren. Die fünf Mitgliedsgemeinden hoffen auf eine kostengünstigere Alternative zu den bisher dafür veranschlagten 1,4 Millionen Euro. "Ja" sagen derzeit nur die Standortgemeinde und Schönberg. Büdlich, Breit und Neunkirchen wollen sich erst nach einem weiteren Gesprächstermin positionieren. Bei dem Treffen sollen alle Varianten auf den Tisch. Beschlossene Sache ist Büdlichs Ja zum Entschuldungsfonds des Landes. Drei Ratsmitglieder votierten dafür, drei enthielten sich ihrer Stimme. Kritisch gesehen wird unter anderem, dass die Beteiligung weiteres Geld der Gemeinde binden wird. Denn Büdlich muss durch zusätzliche Einnahmen seinen Beitrag zur Schuldensenkung leisten. Grund für die Teilnahme waren die Verbindlichkeiten Ende 2009. Büdlich nahm damals einen Liquiditätskredit in Höhe von 40 000 Euro in Anspruch. Das Land hilft nun, den Haushalt zu sanieren. Büdlich selbst muss etwa 700 Euro pro Jahr dazu beisteuern. Und zwar aus Mehreinnahmen wie höheren Steuern oder durch Verzicht auf freiwillige Leistungen. Doch das könnte laut Ortsbürgermeisterin Gabriele Schleimer richtig wehtun. Erschwernis: höhere Kreisumlage

Ausgaben wie für die Martinsbrezel der Kinder sollen möglichst nicht angetastet werden. Ebenso nicht die für den Seniorentag. Bleiben nur Posten wie für die Pflege der Traumschleife des Saar-Hunsrück-Steigs, was sich langfristig negativ auf Gästezahlen auswirken könnte. Erschwert wird das Sparen zudem durch höhere Umlagen des Kreises. urs

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