Neue Straße

GONZERATH. (kgs) Während der Sitzung des Ortsbeirats Gonzerath, an der auch Bürgermeister Gregor Eibes teilnahm, stand hauptsächlich die vom Ortsbeirat gewünschte neue Gewerbestraße im Blickfeld des Investitionsprogramms für das Jahr 2006. Außerdem informierte der Revierförster des Forstreviers Morbach, Guido Haag, über den Forstplan 2006.

Im Sitzungssaal waren einige Bilder aufgehängt, die knifflige Verkehrssituationen im Ortskern von Gonzerath dokumentierten. Beispielsweise steht ein großer Transporter mit meterlanger Holzlast quer über der Dorfstraße. Ein weiteres Bild zeigt einen überdimensionalen Traktor, der den gesamten Straßenquerschnitt ausfüllt. "Diese Fahrzeuge durchqueren den Ort, um zum Gewerbegebiet zu fahren. An diesen Bildern zeigt sich, wie notwendig eine neue Gewerbestraße ist", erläuterte der Ortsvorsteher Dietmar Thömmes die Lage. Eine Umfahrung des Gewerbegebiets sei schon seit zehn Jahren geplant, führte Thömmes aus. Eine Realisierung sei jetzt dringend geworden. Denn Anwohner klagten über hohe Verkehrsbelastungen und die Gewerbetreibenden sehen die Straße als "dringend notwendig für die Weiterentwicklung des Standortes Gonzerath" an. Der Engpass habe inzwischen schon dazu geführt, dass sich Speditionsfirmen weigerten, Betriebe anzufahren. Ursprünglich wollte man an die zukünftige B 50 neu anschließen. Jetzt habe man jedoch Ideen entwickelt, eine Verlängerung der jetzigen Gewerbestraße, die von der innerörtlichen Oberdorfstraße angefahren wird, zu planen. Die jetzige Gewerbestraße soll dann auf die B 269 geführt werden. "Die Hausaufgaben sind gemacht worden", sagte der Ortsvorsteher. Als wichtigen Punkte nannte er in der Sitzung, dass das Gelände der geplanten Trasse im Besitz der Gemeinde sei, dass ein Flächennutzungsplan existiere und die Straßenmeisterei Bernkastel-Kues keine Bedenken gegen die Anbindung an die B 269 habe. Bürgermeister Eibes bremste den Eifer der Ortsbeiräte. Er wies darauf hin, dass sich eine neue Straße nur dann rechne, wenn sie beidseitig bebaut werde. In den bisherigen Vorstellungen der Ortsgemeinde sei eine solche Planung noch nicht vorhanden. Außerdem müsse der Gemeinderat über eine solche Planung befinden. Das bedeute, dass ein Bebauungsplan erstellt werden müsse. So sollten die Gonzerather zunächst einen Antrag auf Planungskosten stellen. Unstrittig war aber, dass diese Planung eine sinnvolle Ergänzung des Standortes Gonzerath wäre. In seinen "Informationen über den Forstwirtschaftsplan 2006" ging der Revierförster Guido Haag zunächst auf das fast abgelaufene Jahr 2005 ein. Er verkündete dem erfreuten Ortsbeirat, dass nach 1990 dieses Jahr das beste gewesen sei. "Durch den neuen Einschlagplan sind deutlich höhere Einschläge möglich gewesen. Es sind 23 600 Festmeter Holz geschlagen worden." Daraus folge eine bedeutende Einnahme von 100 000 Euro für die Gemeindekasse. Die Fichte, als der "Brotbaum", hatte daran einen Anteil von 75Prozent. Von einem "warmen Regen in die Haushaltskassen" sei auch für 2006 auszugehen. Mit Überschüssen von 43 000 Euro wird gererechnet. Für den Einschlag seien 21 500 Festmeter geplant.