Neue Tore braucht die Stadt

WITTLICH. Einladende Akzente setzen, das will der Stadtrat in Sachen Innenstadtzugänge. Zwei Vorschläge für den Bereich Himmeroder Straße/Feldstraße und Schloßstraße/Schloßberg kommen heute in die "innere Wahl".

"Die Hauptzugänge zur Innenstadt Wittlichs geben keinen Hinweis auf die beginnende Fußgängerzone und deren Einkaufs- und Aufenthaltsqualität", bemängelt das Maßnahmenhandbuch Wittlich. Dieses Manko soll behoben werden. Vier Wittlicher Architekten haben sich ans Werk gemacht und für vier Zugänge Entwürfe vorgelegt. Heute diskutiert der Rat über Vorschläge von Dieter Rass und Peter Assmann zu den beiden Bereichen Schloßstraße und Himmeroder Straße. Weitere Ideen zum Innenstadteingang am Türmchen und an der Triererstraße/Gerberstraße sind in Arbeit. Die Gestaltung des zuletzt genannten Eingangsbereiches soll aber zurückgestellt werden, bis klar ist, ob vielleicht dennoch ein "Schneck-Kreisel" möglich sein wird. Laut Beschlussvorlage sollen die Neugestaltungen das "Gesamtimage der Stadt positiv beeinflussen". Eine dieser stadtgestalterischen Maßnahmen soll beispielsweise zwischen Sparkasse und Post umgesetzt werden. Architekt Dieter Rass schlägt dafür unter anderem einen mit stilisierten Torpfosten (Leuchten auf Säulen) markierten Platz mit Bänken an der Ecke Sparkasse/Schlossberg vor, von dem auch ein Zebrastreifen hinüber zum Schlossplatz führen solle. Damit könne das "Nadelöhr zwischen Unterstadt und Oberstadt" optisch neu markiert werden. Peter Assmann hat sich dagegen mit der Situation an der Himmeroder Straße/Feldstraße befasst. Dort schlägt er als Anklang an die frühere Stadtmauer zwei Stahlbögen jeweils von den gegenüberliegenden Straßenseiten aufsteigend vor, die jedoch nicht "real" zusammenfinden, sondern den Betrachter zu einem "imaginären Lückenschluss" anregen sollen. Der Architekt erläutert: "Mein Gestaltungsvorschlag greift die an der Gerberstraße stehenden Reste der Stadtmauer auf und entwickelt diese aus gleichem Material (Sandstein), aber stilisiert - zum Rand der Himmeroder Straße hin. Die aufgenommene Höhe der Stadtmauer wird übergeführt in einen liegenden Mauerabschnitt, über den ein filigraner Stahlbogen gespannt ist und von einem offenen Stahlgerüst getragen wird." Weitere Themen im öffentlichen Teil am heutigen Dienstag, 18 Uhr, im Alten Rathaus sind die künftige Parkplatzsituation in der Karrstraße, Bebauungspläne für das Kasernengelände und den Weiherhof sowie das Baugebiet Weisrink und die Benutzungs- und Gebührenordnung für das Haus der Vereine.

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