Programm für die Tonne

THALFANG. Kaum erschienen, wird das Kulturprogramm der Verbandsgemeinde (VG) Thalfang schon wieder eingestampft. Mit reichlich Verspätung haben die Macher des Kultursommers die erhoffte Förderung abgelehnt.

Die Entscheidung hat in diesem Jahr lange auf sich warten lassen. Doch nun ist sie gefallen: Thalfang geht beim Verteilen des Gelds für den Kultursommer Rheinland-Pfalz ein weiteres Mal leer aus. Daher fallen mindestens zwei von drei Leckerbissen des Kulturprogramms der Verbandsgemeinde aus: der für Mai geplante "Zauberlehrgang" und das Juni-Gastspiel "Wenn das Freddy wüsste" mit Manfred Pohlmann. Lediglich für die Lesung des noch unveröffentlichten Jugendbuches von Kathrin Munzinger macht sich Touristiker Daniel Fett noch Hoffnung. Enttäuschung über Schreiben

Das erst jetzt erhaltene Schreiben, mit dem die Verantwortlichen die Förderung der Projektkosten von etwa 6500 Euro ablehnen, ist für Fett eine Enttäuschung. "Das ist schon schade - es ist ja nicht zum ersten Mal, dass diese Förderung nicht zum Tragen kommt." Dabei habe die VG ein gelungenes Konzept zum diesjährigen Thema "Welt-Meister" vorgelegt. Dieses habe sich, entsprechend der Beschreibung, nicht am Fußball orientiert, sondern vom höchsten Berg des Landes, dem Erbeskopf, "Einblicke in die Welt der Meister" in Aussicht gestellt. "Doch offensichtlich hat das Programm den Leuten vom Kultursommer nicht so gefallen wie uns", bilanziert Fett. Das Thalfanger Konzept sei "im Vergleich zu anderen nicht hinreichend" gewesen, bestätigt Jürgen Hardeck, künstlerischer Geschäftsführer des Kultursommers.Kein Krümel bleibt für Thalfang

"Das ist wie bei einem Kuchen - irgendwann ist er aufgeteilt", begründet er die Entscheidung. Dass diese nicht wie sonst bereits im Dezember oder Januar fiel, erklärt Hardeck mit der "Sondersituation", dass der Kultursommer in diesem Jahr zweimal Sponsorengeld nachbekommen habe. Infolge der Verzögerung brachte die VG ihr Jahresprogramm mit dem Hinweis "vorbehaltlich der Projektförderung" in Umlauf. "Wir können das Kulturprogramm ja nicht erst im April raus geben", so Fett. VG-Bürgermeister Hans-Dieter Dellwo will wegen der Ablehnung das Gespräch mit dem Kulturministerium suchen. "Unser Ziel ist ja, die heimischen Künstler zu unterstützen - dafür möchte ich werben."