1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Stadtgarde startklar zur Steuben-Parade

Stadtgarde startklar zur Steuben-Parade

Am kommenden Sonntag ist es soweit: Nach vier Jahren fliegen erneut Delegationen der Stadtgarde "Sponheimer Musketiere" und der Freiwilligen Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach und Kröv-Bausendorf nach New York, um an der weltberühmten Steuben-Parade teilzunehmen.

Traben-Trarbach. Der traditionsträchtige Festumzug wird in diesem Jahr zum 50. Mal veranstaltet, und wieder werden hunderttausende Menschen den Traben-Trarbachern zujubeln und die deutsch-amerikanische Freundschaft hochleben lassen.Jedes Jahr im September spielt sich in der Millionenstadt das große Spektakel ab, dessen Namensgeber der deutsche General Friedrich Wilhelm von Steuben (1730 bis 1794) war. Während der amerikanischen Revolution sorgte er für Disziplin in der Kontinentalarmee und trug somit zum Sieg der amerikanischen Kolonien bei.100 Flaschen Wein sind bereits in New York

Im September 2003 gehörten die Traben-Trarbacher zu den 18 000 Teilnehmern in 500 Gruppen, darunter nur 15 aus Deutschland, die an der Parade teilnehmen durften. Noch im selben Jahr hätten die Verhandlungen begonnen, um beim 50. Festumzug dabeisein zu können, berichtet Musketier Volker Oehring. Und seitdem wird emsig gespart, denn billig ist der Ausflug über den Großen Teich nicht, und Fördermittel können die Repräsentanten der Stadt und der Verbandsgemeinde für ihren Ausflug in die Neue Welt nicht beanspruchen. Als Kommandantin der Sponheimer Musketiere ist in diesem Jahr Stadtbürgermeisterin Heide Pönnighaus mit von der Partie, und unterstützt wird sie von ihrem Ersten Stadtbeigeordneten Erwin Haussmann. "Er darf die Spielmanns-Kleidung meines Vaters Werner anziehen und mitmarschieren", sagt Volker Oehring. Auch einige Bürger haben sich der Gruppe angeschlossen und werden die Delegationen von Feuerwehr und Stadtgarde bei ihrer Mission unterstützen. "Wir machen wieder Werbung für den guten Wein, Traben-Trarbach und die Verbandsgemeinde", verspricht Volker Oehring. Aufkleber, Anstecknadeln, Polo-Hemden und Prospekte werden unter das Volk gebracht, und besonders freuen sich die Amerika-Fahrer, dass Johann Wolfgang Langguth bereits eine große Kiste mit 100 Flaschen Moselwein in die USA schickte. Als erlesenene Geschenke bei Empfängen werden sie die Gastgeber erfreuen und ihnen vielleicht den Mund ein wenig wässrig machen für eine Reise an die Mosel. Auch der New Yorker Bürgermeister wird sich die Ehre geben und die Delegationen von der Mosel begrüßen.Das Reisefieber hat die Gruppe schon gepackt, als sie sich zu letzten Besprechungen des neun Tage währenden "Ausflugs" trifft. Am kommenden Dienstag werden die Deutschen auch an den Gedenkfeierlichkeiten zum 11. September 2001 teilnehmen. Das Programm weist keine Lücken auf, jeder Tag ist verplant, aber Höhepunkt ist natürlich die Steuben-Parade am Samstag, 15. September. In ihren prächtigen Landsknechts-Uniformen, begleitet von den Marketenderinnen, werden die "Sponheimer Musketiere" gewiss wie 2003 für viel Aufsehen in der Millionenstadt sorgen. Die Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren nehmen in ihren Uniformen am Umzug teil. Die Traben-Trarbacher wünschen den Amerika-Fahrern für ihren großen Auftritt viel Erfolg und eine gesunde Rückkehr.