Startschuss fällt im Frühjahr

Immer wieder wurde das Projekt zurückgestellt. Doch nun stehen die Pläne für ein neues Gemeindehaus in Hasborn. Dort wird auch Platz für die Nachmittagsbetreuung der Grundschule sein. Im Frühjahr soll Baubeginn für das 730 000-Euro-Vorhaben sein.

Hasborn. Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung machen das kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gebaute Gemeindehaus in Hasborn seit vier Jahren unbenutzbar. Doch der Neubau ließ auf sich warten.
Wieder und wieder habe man Förderanträge an das Land gestellt, doch nie sei das Projekt zum Zuge gekommen, berichtet Ortsbürgermeister Hajo Neumes von den Verzögerungen. Inzwischen aber liegt ein Schreiben des Ministeriums des Inneren, für Sport und Infrastruktur vor, in dem ein vorzeitiger Baubeginn genehmigt wird.
Und das vor allem, weil das Vorhaben inzwischen besonders dringend ist: Das seit zwei Jahren bestehende Nachmittagsbetreuungsangebot der örtlichen Grundschule wird so gut nachgefragt, dass die Platzkapazitäten der Schule dafür nicht mehr ausreichen. Mit insgesamt 110 Kindern ist sie die größte Grundschule in der ehemaligen Verbandsgemeinde Manderscheid. 41 Kinder wurden für das Schuljahr 2014/2015 für die Nachmittagsbetreuung angemeldet. Das kann im jetzigen Gebäude nicht abgedeckt werden.
Die aktuellen Baupläne sehen vor, zwischen Grundschule und Turnhalle ein Gebäude mit Anschluss an die Turnhalle zu errichten, in dem bis zu 100 Personen Platz finden. Ein Raum der Turnhalle wird zu einer Küche umgebaut. Über eine mobile Trennwand kann in dem neuen Gebäude ein kleinerer Raum abgetrennt werden, in dem beispielsweise Kinder betreut werden können.
Hasborn verfüge dann, so Neumes, über ein regelrechtes "Veranstaltungszentrum". Die Mehrzweckhalle könne für große Versammlungen mit 400 und mehr Menschen genutzt werden und das auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Tennishaus als Räumlichkeit für 20 bis 30 Personen. Das alte Gemeindehaus wird abgerissen. Auf der freien Fläche soll ein Parkplatz entstehen. Auch ein zusätzlicher Grillplatz ist im Gespräch.
Ein alter Plan sah vor, einen Neubau an der Stelle des alten Gebäudes zu errichten. Dieser hätte mit rund 1,2 Millionen Euro deutlich mehr gekostet als die jetzige Variante, die mit 730 000 Euro zu Buche schlägt.
Neumes rechnet damit, dass das Land davon 350 000 Euro fördert. Die restlichen 380 000 Euro muss die verschuldete 570-Einwohner-Gemeinde stemmen. Keine leichte Aufgabe, das weiß auch Bürgermeister Hajo Neumes: "Wir müssen versuchen, weitere Einnahmen zu generieren." Entsprechende Pläne würden derzeit im Gemeinderat diskutiert, sagt er gegenüber dem TV.
Konkrete Angaben wolle er noch nicht machen. Baubeginn soll im Frühjahr sein.