Steuerbare Schieber

Bereits zum zweiten Mal ist das eingetroffen, auf was die Enkircher Einwohner die Behörden immer wieder hingewiesen haben: dass die vorhandenen Sicherheitsvorkehrungen nicht ausreichend sind, und nur eine separate Kläranlage Abhilfe schaffen kann, um das anfallende kontaminierte Oberflächenwasser aufzufangen und die Trinkwasserversorgung von Enkirch nicht zu gefährden.

Jetzt soll langfristig vorgesehen sein, eine Kläranlage zu bauen, um Abhilfe zu schaffen. Sie könnte bereits fertiggestellt sein, wenn man wollte. Man ist in Rheinland-Pfalz in der Lage, Landesbürgschaften in Höhe von zirka 30 Millionen Euro zu übernehmen für den Ausbau einer Fußballstadiontribüne, aber muss an der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung von 1650 Landesbürgern sparen. Nach mehreren Briefen an unseren Landesvater hat er mir in seinem letzten Schreiben mitgeteilt: dass mit den getroffenen Sicherheitsvorkehrungen alles Erforderliche getan wurde, um auch in Zukunft eine geordnete Trinkwasserversorgung in Enkirch sicherzustellen. Er scheint von seinen Behörden nicht über die jetzigen Zustände informiert worden zu sein, vielleicht hätte er eine andere Meinung zu diesem Problem. Die Sicherungsanlage soll jetzt nach Aussage des Flughafens neu eingesteuert werden, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen soll. Diese Neueinsteuerung wundert mich etwas, denn wenn etwas in Deutschland funktioniert, so sind dies doch steuerbare Schieber, die geben nie den Geist auf! Heinz A. Schütz, Enkirch