Tiefer Blick ins Mikroskop

BERNKASTEL-KUES. Im November soll das neue Forschungskonzept für die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft vorgelegt werden. Davon betroffen ist auch das Institut für Pflanzenschutz.

Totgesagte leben bekanntlich länger. Und das Institut für Pflanzenschutz im Weinbau in Bernkastel-Kues, in der Region als "Bio" bekannt, war schon oft totgesagt - und lebt immer noch. Für November hat das Bundeslandwirtschaftsministerium die Vorstellung eines Forschungskonzeptes für die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (dazu gehört auch die "Bio") avisiert, Das vermelden der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Bleser und Ulf Hangert, Vorsitzender des "Fördervereins für ökologischen Weinbau, Terrassen- und Steillagenanbau, Verbraucherkommunikation und Vermarktung". Der Förderverein hat sich dem Erhalt der "Bio" verschrieben. Das Institut sei für die Forschung im Steillagenweinbau unerlässlich, betonen beide. Ähnliches ist von den übrigen Politikern aus der Region zu hören. Der Kreisausschuss hat sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt. Landrätin Beate Läsch-Weber hat Minister Horst Seehofer auf die "überragende Bedeutung" des Pflanzenschutzes für den Steillagenweinbau hingewiesen. Ihre Bitte: Seehofer solle sich "mit Nachdruck für die Erhaltung und Stärkung des Institutes für Pflanzenschutz im Weinbau am Standort Bernkastel-Kues einsetzen". Peter Bleser favorisiert dabei als neuen Standort das geplante Steillagenzentrum. Dazu bedarf es aber einer Übereinkunft von Land und Bund. So muss sich die "Bio" vorerst mit kleineren Gaben begnügen. Ulf Hangert überreichte dem kommissarischen Institutsleiter Michael Maixner ein Stereomikroskop. Es unterstützt die Wissenschaftler bei den Arbeiten zur biologischen Bekämpfung der Spinnmilben, die zu den schlimmsten Schädlingen im Weinberg gehören. Durch die Entwicklung umweltschonender Rebschutzverfahren wolle sein Institut dazu beitragen, den "Weinbau als prägendes landschaftskulturelles Element der Flusstäler zu erhalten", sagte Maixner.