Weiperather Holzmuseum verlängert Sonderschau

Weiperather Holzmuseum verlängert Sonderschau

Das Besucherinteresse an der Sonderschau "Hinterlassenschaften" im Weiperather Holzmuseum ist groß. Deshalb verlängert das Museum die Ausstellung, die sich Gegenständen widmet, die von Menschen nach deren Tod übrig bleiben, bis September 2012.

Morbach-Weiperath. Eigentlich sollte die Sonderausstellung "Hinterlassenschaften" im Weiperather Holzmuseum, die im Mai 2011 gestartet war, Ende April beendet werden. Jetzt wird sie bis September verlängert.
Grund für die Verlängerung ist laut Museumsleiter Michael Pinter das rege Interesse an der Sonderausstellung. Sie zeigt Antworten auf die Frage, was von einem Menschen nach dessen Tod übrig bleibt.
Besucher haben Gelegenheit, die Ausstellung selbst mitzugestalten: Sie können dort Dinge ausstellen lassen, die sie selbst der Nachwelt hinterlassen wollen, sagt Pinter.
15 Personen haben bisher Exponate abgegeben. Darunter befindet sich ein Scherenschnitt aus dem Jahr 1850, auf dem die Mitglieder einer Familie abgebildet sind, aber auch moderne Gegenstände wie das langjährige Fahrrad des Morbacher Paters Bernardo, das er erst im vergangenen Jahr gegen ein neues eingetauscht hat.
Die Sonderausstellung besteht aus drei Teilen: Unter "Lebensspuren" sind einzelne Schaustücke verschiedener Menschen ausgestellt, beispielsweise die Laterne eines Morbacher Nachtwächters.
Unter dem Motto "Lebensgeschichten" finden sich ein Grabstein vom Friedhof der Walholzkirche als Symbol für die Hinterlassenschaft eines ganzen Menschenlebens oder auch die Holzschnitzereien eines Wederathers. Dieser schickte im Zweiten Weltkrieg neben der normalen Feldpost dauerhafte Karten aus Holz an seine Angehörigen, die er mit einem Taschenmesser hergestellt hatte.
Unter dem Motto Orte-Erbe-Traditionen ist unter anderem ein mobiler Beichtstuhl zu sehen.
Das Holzmuseum ist Dienstag bis Samstag von 14 bis 17 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 10.30 bis 17 Uhr geöffnet. cst