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Dorfentwicklung
Besser als in Rommersheim kann es nicht laufen

 Mit der Übergabe des Abschlussberichts ist die Dorfmoderation zwar beendet, die Arbeit geht aber weiter. Foto: Frank Auffenberg
Mit der Übergabe des Abschlussberichts ist die Dorfmoderation zwar beendet, die Arbeit geht aber weiter. Foto: Frank Auffenberg FOTO: Frank Auffenberg
Rommersheim. Die Dorferneuerung der Schwerpunktgemeinde Rommersheim schreitet voran. Nun ist die Moderationsphase abgeschlossen. Von Frank Auffenberg

Mit einer beachtlich gut besuchten Auftaktveranstaltung startete Rommersheim 2017 als Schwerpunktgemeinde in die Dorferneuerung. Mehr als anderthalb Jahre sind seitdem vergangen, und die Bürger haben im Rahmen einer sogenannten Dorfmoderation ihren Ort nicht nur auf Herz und Nieren geprüft, sondern auch Ideen für ein noch besseres Miteinander und eine zukunftsfähige Gemeinde entwickelt. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch bei einem Abschlussabend vorgestellt.

„Die Dorfmoderation endet zwar mit diesem Abend, aber wir bleiben ja noch eine Weile Schwerpunktgemeinde, und auch die Arbeit der Gruppen geht weiter“, sagt Ortsbürgermeister Helmut Nober. Sieben Arbeitskreise (AK) haben sich im Oktober 2017 beim Auftakt zusammengefunden. Sie stellten nun zum Abschluss das bisher Erreichte und ihre Zukunftspläne vor.

„Ich mache das seit 20 Jahren“, sagt Rosa Vollmuth vom betreuenden Planungsbüro Vollmuth. Schon beim Auftakt war sie angesichts von 100 Besuchern voller Lob, zum Abschluss bekräftigte sie dies noch: „Viele Orte sind engagiert. Dass aber so viele mitmachen, die Gruppen soviel erreicht haben, ist schon etwas Besonderes, das ich so noch nicht erlebt habe“, sagt sie.

 Mit der Übergabe des Abschlussberichts ist die Dorfmoderation zwar beendet, die Arbeit geht aber weiter.
Mit der Übergabe des Abschlussberichts ist die Dorfmoderation zwar beendet, die Arbeit geht aber weiter. FOTO: Frank Auffenberg

Vieles wurde erreicht, zu viel, um alles einzeln aufzuführen. Unter anderem hat zum Beispiel der AK Jugend mit Kindern eine Mountainbike-Strecke im Wald nahe der Schönecker Schweiz aufgebaut, die demnächst, sofern der Gemeinderat mitspielt, sogar ausgebaut werden soll. „Auch die Einrichtung eines Jugendraums ist geplant“, sagte Dorothea Fiedlschuster, Fachkraft für Jugendarbeit der Verbandsgemeinde Prüm. Es sei nun zu überlegen, wo er eingerichtet werden könne und nach welchem Konzept man arbeiten wolle.

Konkretes hat auch der AK Blühendes Dorf und Wanderwege vorgelegt. „Drei Blumenwiesen wurden eingerichtet und auch unsere Boule-Bahn ist fast fertig. Im Frühjahr wollen wir zu einem Testspiel einladen“, sagt Gerd Berens. In Sachen Wanderwege lägen die Pläne auch schon auf dem Tisch. Hier stimmt man sich noch mit der AK Ellwerath ab. Sie hat einen Rundweg ausgeheckt, der Besucher zu den vielzähligen Wegekreuzen in der Gegend führen wird.

Handfestes hat auch der AK Bauen, Sanieren und Verkehr vorgestellt. „Wir sind die Gruppe, die wohl das meiste Geld verplant hat“, sagt Helmut Melcher.

Unter anderem wurde ein Modernisierungskonzept für das Gemeindehaus erarbeitet. „Wenn der Rat die Sache mal anpacken sollte, haben wir Bürger schon unsere Wünsche formuliert“, sagt Melcher.

Besonders von Bestand werden die Initiativen des AK Dorfgemeinschaft sein. Neben einer Krabbelgruppe und einem Walking-Treff organsiert das Team auch Filmabende.

Weitere Informationen und Termine im Internet unter: www.rommersheim.de