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Anwohner der Kirchstraße in Trierweiler sauer über Raser - Ortschef setzt auf Hilfe aus Trier

Anwohner der Kirchstraße in Trierweiler sauer über Raser - Ortschef setzt auf Hilfe aus Trier

Rund 4000 Fahrzeuge sind täglich auf der Kirchstraße in Trierweiler unterwegs. Nach Ansicht vieler Anwohner halten sich zu wenige Autofahrer an das Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde. Da die Verbandsgemeinde Trier-Land auf eigene Geschwindigkeitskontrollen verzichtet, setzt Ortsbürgermeister Matthias Daleiden nun auf die Stadt Trier.

Es blitzt derzeit in Trier an allen Ecken und Enden. Denn nicht nur die Polizei ist mit ihren Fahrzeugen unterwegs, um das Tempo der Verkehrsteilnehmer zu kontrollieren.
Seit einigen Wochen üben Mitarbeiter der Stadtverwaltung Trier Geschwindigkeitskontrollen. Zwar blitzt es dabei genauso rot wie bei den Kollegen von der Polizei. Doch der Puls beruhigt sich schnell wieder, sobald der ertappte Autofahrer das Schild mit der Aufschrift Testmessung sieht.
Ruf nach häufigeren Kontrollen


Auch die Verbandsgemeinden im Trierer Umland könnten selbst auf die Jagd nach Rasern gehen. Tun sie jedoch nicht. Und so sind beispielsweise die Anwohner der Trierweiler Kirchstraße darauf angewiesen, dass die Polizei die noch relativ neue Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometern pro Stunde auf der Durchfahrtstraße kontrolliert. Anwohner Bernd John hat die Polizei auch um solche Kontrollen gebeten und dieser Bitte durch eine Unterschriftenliste mit 34 Namen darauf Nachdruck verliehen.

Doch aus dem verstärkten Besuch des Blitzmobils wird wohl so schnell nichts werden. Die Polizei Trier hat John mitgeteilt, dass eine lückenlose Verkehrsüberwachung nicht möglich ist. Begründung: Es würden dort Prioritäten gesetzt, wo viele Unfälle geschehen. Nur gab es laut Polizei in den vergangenen Jahren keine Verkehrsunfälle in der Kirchstraße, bei denen die Geschwindigkeit eine Rolle spielte.

Dieser Umstand ist auch Bernd John bekannt. Gleichwohl möchte er, dass langsamer gefahren wird. Denn der Straßenbelag ist es, der ihn ärgert. Ähnlich wie in anderen Orten wurde vor einigen Jahren großflächig Pflaster verlegt. Daw sollte nicht nur gut aussehen, sondern auch Verkehrsteilnehmer ausbremsen. Denn die Steine sorgen für ein lauteres Fahrgeräusch. Das wiederum soll dazu führen, dass langsamer gefahren wird. Es hat sich jedoch gezeigt, dass oft nicht langsamer gefahren wird und der Lärm die Anwohner nervt.Lautes Pflaster nervt viele


Genervt ist auch Trierweilers Ortsbürgermeister Matthias Daleiden. Der Landesbetrieb Mobilität sehe keinen Grund, das Pflaster aus- und Asphalt einzubauen. Die Ortsgemeinde hat jedoch kein Geld, um eine neue Straße bauen zu können. "Wir können als Gemeinde nicht viel tun", sagt Daleiden. Es sei zwar gelungen, Tempo 30 für die Kirchstraße durchzusetzen. Kontrollieren könne das die Gemeinde aber nicht. Allenfalls ein weiteres Tempo-Messgerät mit Hinweistafel könne aufgestellt werden.

Der Ortsbürgermeister will es nicht dabei belassen. Er setzt auf einen Termin mit Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe. Der hat die Gemeindechefs der Umlandgemeinden zu einem Gespräch eingeladen. Daleiden: "Ich will fragen, ob die kommunalen Blitzer aus Trier auch nach Trierweiler kommen können." Er glaubt, dass eine Regelung über die Kosten dieser Amtshilfe gefunden wird. "Damit wäre uns geholfen", sagt der Ortsbürgermeister von Trierweiler über die Amtshilfe aus Trier.