Defizite bei der Schule und beim Parken

Defizite bei der Schule und beim Parken

Nicht so hoch wie beim Nachbarn Tarforst (der TV berichtete) sind die Wellen geschlagen, als in der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Trier-Filsch die neuen Grenzen des Schulbezirks Tarforst diskutiert worden sind.

Trier-Filsch. Den Filscher Ratsvertretern war jedoch eines ganz wichtig: Zu jeder Zeit müsse gewährleistet sein, dass die Kinder aus den Neubaugebieten BU 12, -13 und -14 die neue Tarforster Grundschule besuchen können. Ortsvorsteher Karl-Josef Gilles (FDP) wünschte sich absolute Klarheit zu den Schulbezirksgrenzen und bemängelte, dass die zu erwartende Entwicklung aus den neuen Baugebieten zu wenig berücksichtigt sei. Schuldezernentin Angelika Birk bescheinigte Gilles, "keine glückliche Hand" in ihrem Handeln zu haben, insbesondere was ihre Planungen angehe.
Fehlender Weitblick


Nicht nur der Stadt, auch der ADD fehle "der Weitblick" beim Schulthema, monierte Joachim Gilles (FDP). Da nicht mit Erweiterungen beim Schulbau zu rechnen sei, setzt die Leiterin des städtischen Schulverwaltungsamtes, Helga Schneider-Gräfer, ganz auf die Änderung der Schulbezirksgrenzen. Erst recht in Olewig gebe es "erheblichen Leerstand" bei der dortigen Grundschule. Das Schulthema geht offensichtlich auch in Filsch nicht an der Bevölkerung spurlos vorbei: Zwölf Zuhörer hatten sich zur Ratssitzung im Restaurant im Sportzentrum Tarforst eingefunden.
Mit Silke Jung war eine städtische Bedienstete in den Ortsbeirat gekommen. Ihr Thema war ein völlig anderes, nämlich das "Verfahren und die künftigen Leitlinien zur Vergabe von Baugrundstücken für das Neubaugebiet BU 13 - Im Freschfeld" dem Rat schmackhaft zu machen für eine Beschlussfassung. Was nicht ganz gelang: Teils massive Bedenken wurden geäußert zum Bereich Sozialer Wohnungsbau für die künftige Bebauung. So sollen von 72 Wohneinheiten 20 Prozent dafür vorgesehen werden. Joachim Gilles bereitete dies sogar "Bauchschmerzen", und Parteikollege Markus Thein sah schon ein "Ghetto" auf das Neubaugebiet hinzukommen. Andere Ratskollegen sahen weniger Dramatik und beschwichtigten. Die Beratungsvorlage mit diesem Inhalt "traf uns unvorbereitet", bemängelte Ortsteilchef Gilles und sprach in diesem Zusammenhang sogar von der "Methode Birk", weil ihm diese Art der nachgebesserten Vorlagen im letzten Moment nicht zum ersten Mal untergekommen seien.
Die Folge: Der Rat sprach sich einstimmig für eine Deckelung der vorgesehenen 20 Prozent aus.
Für Ortschef Gilles hat das Straßenverkehrsamt "gekniffen, in die Ratsversammlung zu kommen". Nur zu gerne hätte er die "kindergefährdende Park- und Verkehrssituation im Ort" einem städtischen Mitarbeiter eröffnet. Stattdessen verlas Gilles den Text einer schriftlichen Stellungnahme des Amtes. Gerhard Franzen (FWG) will beobachtet haben, wie "Kinder zick-zack zwischen parkenden Autos herlaufen müssen." Besonders, wenn Vorlesungszeit an der Uni ist, sei das Parken unzumutbar, sagte der Ortsvorsteher: "So kann es nicht weitergehen." LHOrtsbeiratsmittel: Beim (gekürzten) Ortsbeiratsbudget sieht Ortsvorsteher Gilles jetzt schon Engpässe für die kommenden Jahre voraus. Beispiel: Den 15 400 Euro für 2012 stünden bereits Anträge im Wert von 25 000 Euro gegenüber. Die Negativ-Entwicklung musste Löschzugführer Reinhard Berg vom Löschzug Irsch noch keine Sorgen bereiten: Den beantragten Zuschuss von 2000 Euro für die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens bewilligte der Rat aus Geldmitteln von 2011 und somit in einer Summe. LH

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