Demokratie leben Demokratieraum Schweich

Gesellschaft : Hier werden Vielfalt und Toleranz gelebt

Heute wird der Demokratieraum in Schweich eröffnet. Auch Picassos Guernica spielt eine Hauptrolle.

Der Demokratieraum in Schweich erfüllt mehrere Zwecke: Der vordere Bereich bildet einen Veranstaltungsraum, der für Projekte interessant ist, die über das Bundesprogramm „Demokratie leben” gefördert werden. Der hintere Teil dient als Gruppenraum, in dem sich zum Beispiel Vereine, Initiativen oder Jugendgruppen treffen können, um ihre Projekte zu planen, wenn sich ein thematischer Zusammenhang mit dem Bundesprogramm ergibt.

Daneben werden Projektergebnisse in den Räumen gezeigt und Informationen zur Verfügung gestellt. Auch die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie wird in Kürze im Demokratieraum einziehen und für alle Fragen zum Bundesprogramm zur Verfügung stehen. Träger der Koordinierungs- und Fachstelle ist das Rote Kreuz (DRK)  Schweich, das sich auch in der Flüchtlingsarbeit engagiert.

In den neuen Räumen im ehemaligen Schreibwarengeschäft Sachsenweger in der oberen Brückenstraße 77 können sich Menschen nach Möglichkeiten für eine Förderung demokratischer Projekte erkundigen und erhalten Unterstützung beim Stellen eines Projekt­antrags.

Die festen Beratungszeiten sind jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr. Auch Einzeltermine können vereinbart werden. Ziel des Bundesprogramms ist eine breite Sensiblilisierung für demokratiefeindliche Einstellungen, sei es Rechtsextremismus, Gewalt oder Menschenfeindlichkeit. Viele deutsche Städte und Gemeinden, unter anderem auch Schweich, haben in diesem Rahmen eine Partnerschaft für Demokratie gegründet.

Die Eröffnungsfeier startet am heutigen Freitag, um 18 Uhr. Im Rahmen der Feier wird eine Kunstinstallation mit dem Titel „Picassos Guernica damals – Krieg heute” präsentiert. Diese entstand während eines Erwachsenen-Workshops unter der Leitung der Künstlerin Annamalt. Die Installation ist bis Ende Januar im Demokratieraum zu sehen.

„Ich hoffe, dass wir viele neue Teilnehmer und Gruppen finden, sodass die Räumlichkeiten genutzt werden”, sagt Fedor Gehlen. Auch für Schulklassen sei der Raum interessant.

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