Ein neues Auto muss her

Die zuständige Aufsichtsbehörde hat keinen Zweifel daran, dass die Feuerwehr Langsur ein neues Fahrzeug braucht. Bestellt ist das für Einsätze bei Unfällen auf der Autobahn 64 notwendige Gefährt noch lange nicht.

Trier/Langsur. Und dauert, und dauert, und dauert. Viele Feuerwehrmänner können die Tage schon nicht mehr zählen, bis ein neues Einsatzfahrzeug auf dem Hof steht. Das liegt unter anderem an den langen Produktionszeiten. Und daran, dass die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier auch schon mal länger prüft, ob das neue Feuerwehrfahrzeug denn auch wirklich notwendig ist.
Knapp einen Monat geprüft


Im Falle des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) für die Freiwillige Feuerwehr Langsur hat diese Prüfung nur knapp einen Monat gedauert. Wie Wolfgang Reiland, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier-Land, in der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats Trier-Land mitteilte, hat die ADD am 22. Oktober ihre Zustimmung für die Anschaffung signalisiert. Das bis zu 12,5 Tonnen schwere HLF ist speziell für den Einsatz bei Unfällen ausgerüstet.
Ein neues Fahrzeug brauchen die Langsurer, weil das jahrelang eingesetzte Löschgruppenfahrzeug hoffnungslos überladen war. Das war bei einer Kontrolle im Jahr 2013 herausgekommen (der TV berichtete). Seitdem darf weniger Wasser im Tank mitgenommen werden und müssen ein Teil der Ausrüstung sowie Feuerwehrmitglieder in einem zweiten Fahrzeug herangekarrt werden.
Rund 250 000 Euro wird solch ein neues HLF vermutlich kosten. Geld, das zum größten Teil die Verbandsgemeinde Trier-Land zahlen müsste. Das Land gewährt einen Zuschuss.
Bisher hat der Rat noch nicht über die Anschaffung entschieden. Denn die VG-Verwaltung hat zwar bei der ADD einen Zuschussantrag gestellt. Um jedoch den Kauf zeitnah realisieren zu können, hätte auch die vorzeitige Beschaffung beantragt werden müssen. Wurde sie jedoch nicht. Gibt die ADD diese Zusage, gibt es Geld vom Land, auch wenn das zuständige Ministerium noch keinen Zuschuss gewährt hat. Solche Zuschüsse fließen oft erst Monate oder Jahre, nachdem das Fahrzeug ausgeliefert worden ist.
Bürgermeister Reiland hat angekündigt, dass es in einigen Tagen ein Gespräch mit dem Kreisfeuerwehrinspekteur geben soll. Dann soll geklärt werden, wie es weitergehen soll mit der Wehr, die unter anderem für einen Teil der Autobahn 64 zuständig ist.
Seit 2008 Standard


Die Anschaffung des Fahrzeugs könne in den Haushalt für 2015 aufgenommen werden, sagt Reiland. Aufgrund von Ausschreibungs- und Lieferfristen würde dann vermutlich frühestens im Herbst ein HLF bei der Wehr in Langsur stationiert, wie es die Ausrückeordnung für Rheinland-Pfalz als Regelfall bereits seit 2008 vorsieht.Extra

Ein neues Feuerwehrfahrzeug zu kaufen ist manchmal schwer. Die Ausschreibung zweier Kleinlöschfahrzeuge (KLF) für die Wehren Ralingen und Ralingen-Edingen musste der VG-Rat aufheben. Die zwei abgegebenen Gebote entsprachen nicht den Anforderungen. Laut Verwaltungsvorschlag sollte nur ein externer Dienstleister die Ausschreibung übernehmen. Zwischen drei und fünf Prozent der Kaufsumme werden dafür jeweils fällig. Der VG-Rat hat jedoch beschlossen, dass die Verwaltung die beiden Ralinger Fahrzeuge und ein KLF für Hockweiler erneut ausschreiben soll. Erst für später folgende Fahrzeuge soll ein externer Dienstleister eingespannt werden. har

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