"Ein Tag, der niemals kommen soll"

"Ein Tag, der niemals kommen soll"

Ein Erdbeben in Konz - ein Schreckensszenario. Das Technische Hilfswerk, alle acht Ortsgruppen aus der Region sind im Einsatz. Der Fall ist aber nur eine Übung: An sechs Stationen sammeln die Mitglieder Erfahrungen, die sie im Ernstfall gebrauchen können.

Konz. Ein Freitagabend Ende März, die Erde bebt. Das Epizentrum liegt in Konz, aber auch Trier ist betroffen. Straßen und Brücken sind zerstört, einige Unglücksstellen sind nur noch zu Wasser erreichbar. Ein Bild der Verwüstung bietet sich den Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks (THW) am folgenden Tag. Mit schwerem Gerät und unzähligen Einsatzwagen rücken sie an, um vermisste und verletzte Personen zu bergen. Glücklicherweise ist das nur eine Übung, ein Erdbeben hat es nicht wirklich gegeben.
Einmal im Jahr gemeinsam üben



Hintergrund: Einmal im Jahr führt das THW in der Region Trier eine solche Großübung durch. Gelegenheit für die acht Ortsgruppen, die dem Geschäftsbereich Trier angeschlossen sind, ihr Können unter Beweis zu stellen. 120 sind bei der aktuellen Übung im Einsatz. Dabei nutzen sie auch die zur Verfügung stehende Technik, um Menschen im Katastrophenfall zu helfen. Die Einsatzleitung hat die entsprechenden Stationen vorbereitet. "Wir üben hier für den Tag, von dem wir hoffen, dass er niemals kommt", sagt Thorsten Pallien von der Ortsgruppe Bitburg. Gemeinsam mit Saarburg und Trier stellt diese Gruppe die Einsatzleitung.
Jede Ortsgruppe durchläuft zwei Stationen, dabei sollen sie so realitätsnah wie möglich arbeiten. "Informationen zu den Einsätzen geben wir erst vor Ort, niemand weiß vorher, was ihn erwartet", erläutert Pallien. Ausgangspunkt für die Übung ist das Brückenlager der Deutschen Bahn in Konz. Hier wurde der sogenannte Bereitstellungsraum eingerichtet. Dies ist der Sammelplatz für die Einsatzkräfte, der Standort der Einsatzleitung, und die Helfer werden hier verpflegt. Von hier schwärmen die Gruppen zu ihren jeweiligen Einsätzen in Konz und Trier aus. "Bei uns kommt es weniger auf Kraft als auf Köpfchen an. Die Helfer müssen wissen, welches Gerät sie in welcher Situation anwenden können", erklärt Cordula Apelt vom Ortsverband Trier.