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Felsiger Untergrund verzögert Bachverrohrung in Ruwer

Bauarbeiten : Felsiger Untergrund verzögert Bauarbeiten

Auf 145 Metern wird entlang des Kenner Weges ein neuer unterirdischer Kanal verlegt. Der alte ist einsturzgefährdet, weil ihn starke Regenfälle im Jahr 2012 an seine Grenzen gebracht haben.

Wegen des unerwartet felsigen Untergrunds verzögern sich im Stadtteil Ruwer die Bauarbeiten. Nun sollen voraussichtlich bis Ende Mai neue Rohre durch den Wenzelbach gelegt werden.  Auf einer Länge von 145 Metern wird entlang des Kenner Wegs ein neuer unterirdischer Kanal verlegt, weil der alte einsturzgefährdet ist.

„Oft müssen wir die Bohrer schon nach einmaligem Einsatz wieder austauschen“, berichtet David Weiland, Mitarbeiter der mit dem Röhrenvortrieb beauftragten Spezialfirma Sonntag aus Dörth. Dass die Spezialisten immer wieder Fels­partien und Findlinge aus dem Weg räumen müssen, war anhand der Sondierungen im Vorfeld nicht zu erwarten. 60 Meter sind bisher geschafft.

An anderer Stelle sorgte die Rücksicht auf bestehende Leitungen der Stadtwerke für Verzögerungen: Wo der neue Verlauf des Wenzelbachs vom bisherigen abzweigt, wird ein Einlaufbauwerk errichtet. Hierfür musste eine Mauer durchbrochen werden, in der aber ein Hauptsammler für Schmutzwasser verläuft. „Das Unterfangen und die Sicherung dieses innenliegenden Kanals waren sehr zeitaufwendig“, berichtet Bauleiter Tobias Neyses vom Ingenieurbüro Scherf aus Trierweiler.

Auslöser der jetzigen Bauarbeiten waren starke Regenfälle im Juli 2012, die den alten Kanal an seine Kapazitätsgrenzen geführt und zu einer Überschwemmung im Kenner Weg gesorgt hatten. Seitdem war der unterirdische Bachverlauf einsturzgefährdet. Im Februar 2015 stellte der Stadtrat 1,25 Millionen Euro für die neue Bachverrohrung bereit. Die Kreuzung Kenner Weg/Longkampstraße bleibt wegen der Baustelle zunächst gesperrt. Die Zufahrt in die Longkampstraße verläuft über Im Paulinsgarten, Auf Mohrbüsch und Marienholzstraße. Im Kenner Weg gilt eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Rheinstraße. Alexander Hammel, Gewässerbauleiter im Tiefbauamt: „Wir müssen leider  um etwas Geduld bitten und danken Anwohnern für ihr Verständnis.“