1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Grillverbot: Asta der Uni Trier bekräftigt Ablehnung

Grillverbot: Asta der Uni Trier bekräftigt Ablehnung

In der Debatte um ein Grillverbot in Trier meldet sich erneut der Asta (die Studentenvertretung) der Trierer Uni zu Wort und bekräftigt, sich „gegen die rigide Einschränkung studentischer Lebensqualität in Trier“ wehren zu wollen. Anstatt auf Verbote setze der Asta auf Prävention, so Sprecher Christian Lehberger.

Eine Investition in geeignete Mülleimer für Glutabfälle sei zur Lösung des Umwelt- und Brandschutzproblems besser geeignet als restriktive Verbotsszenarien, die durch fehlendes Personal und knappe Kommunalfinanzen ohnehin nur schwer durchzusetzen seien. "Die Praxiserfahrung in anderen Unistädten bestätigt unsere Haltung", so Lehberger. In den meisten Universitätsstädten sei Grillen in Stadtanlagen gestattet. Auch unterstellt der Trierer AStA der Stadtverwaltung politisches Kalkül: durch "Law and Order"-Maßnahmen sollten jetzt bestimmte Wählerschichten bedient werden, die das Vertrauen in die Trier Kommunalpolitik verloren haben, heißt es in der Stellungnahme. "Die Abwägung zwischen Geld bringenden Tagestouristen und den Trierer Studierenden ist äußerst problematisch" so Kilian Krumm, stellvertretender Sprecher des Asta. Man müsse immer öfter feststellen, dass Studierende von öffentlichen Plätzen verdrängt werden sollen und somit studentische Lebensqualität erheblich eingeschränkt wird. Ein "Grillverbot" würde zunehmend zu dem Eindruck führen das Studentinnen und Studenten in Trier unerwünscht seien.

Der Asta wird am Sonntag auch beim öffentlichen TV-Forum zum Grillverbot im Palastgarten vertreten sein. Ab 11 Uhr besteht die Möglichkeit, mit den für die Satzung verantwortlichen städtischen Dezernenten sowie Vertretern der Stadtratsfraktionen die geplante Grünflächen- und Spielplatzsatzung im Rahmen eines Forum zu erörtern. Die Veranstaltung findet vor dem Kurfürstlichen Palais statt, bei schlechtem Wetter im Foyer des Palais. Mehr zum Programm des Forums