IHRE MEINUNG

Zum Bericht "Die Klostermauer kommt bald wieder - Arbeiten vor Welschnonnenkirche bis Mitte April 2017 abgeschlossen - Historisches Bild soll erhalten bleiben" (TV vom 2. Januar):

Nach dem Abriss der hässlichen Mauer vom Schulhof des Auguste-Viktoria-Gymnasiums entlang der Flanderstraße und der Sichelstraße und der Demontage des Gerüstes zeigt sich dem aufmerksamen Betrachter die restaurierte Westfassade der barocken Welsch nonnenkirche in ihrer Schönheit. Dank der Spenden, Dach-Patenschaften und Sponsoren ist es im Laufe der vergangenen drei Jahre der Marianischen Bürgersodalität (MBS) Trier gelungen, die notwendigen Mittel für die denkmalgerechte Außensanierung der Welschnonnenkirche zusammenzubringen. Die MBS ist allen Freunden der Welsch nonnenkirche dankbar für die großherzigen Spenden, die dazu beigetragen haben, das kulturelle Erbe der Welschnonnen in Trier zu erhalten und in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Den Freunden der Welschnonnenkirche sind wir es schuldig: Das Haus Gottes und barocke Kleinod sollte nicht hinter einer Klostermauer verborgen werden, sondern durch eine transparente Einfriedung sichtbar bleiben. Hinter der Klostermauer gibt es heute kein Kloster mehr. Vielmehr ist dort eine Unesco-Projektschule beheimatet, deren wesentliches Merkmal darin besteht, offen und transparent zu sein und über den Tellerrand zu schauen. In Weiterführung der Idee der Öffnung der ehemaligen Gefängnismauer in der Trierer Windstraße für das Museum am Dom könnte bei der Neufassung des Schulhofes die bisherige massive AVG-Mauer auf eine gewisse Länge durch transparente Gitter ersetzt werden, um so den Blick auf die Schönheit der restaurierten Westfassade der Welschnonnenkirche weiterhin möglich zu machen. Die Wiederholung des Motivs einer Mauer mit transparentem Gitter im Bereich des Trierer Dom- und Kurienviertels offenbart eine gewisse formale Konsequenz und könnte zur künstlerischen Gestaltung dieses Viertels beitragen. Dies wünschen viele Trierer. Erich Zonker, Trier, Schatzmeister der Marianische Bürgersodalität Trier von 1610