Land der Gegensätze

TRIER. (red) "Rush Hour und Reisfeld – Vielfalt Vietnam", so heißt die Ausstellung, die am Montag, 15. Januar, um 18 Uhr im A/B-Foyer der Universität Trier eröffnet wird. In der Schau präsentieren Studierende der Trierer Ethnologie, was sie auf einer Exkursion im Oktober 2006 in Vietnam gesehen, erlebt und gelernt haben.

Die Vietnam-Exkursion unter der Leitung von Professor Christoph Antweiler und Corinne Neudorfer hatte mehre Ziele. So sollten die Studenten nicht nur einen Einblick in das Alltagsleben der Menschen in Vietnam gewinnen, sondern auch Methoden der ethnologischen Feldforschung einüben. Gleichzeitig mussten sie lernen, mit den Irritationen umzugehen, die unweigerlich bei der Konfrontation mit einer anderen Lebensweise entstehen. Dies stellte eine besondere Herausforderung dar. Hilfreich war, dass die Gruppe von zwei gebürtigen Vietnamesen begleitet wurde. Phuong Kollath und Nguyen Manh Tan erleichterten so die Verständigung mit der vietnamesischen Bevölkerung. Die Studierenden erfuhren auf ihrer Rundreise durch den Norden Vietnams, dass dieses Land sich in einem schnellen wirtschaftlichen Wandel befindet, dass aber die weitgehend freie Wirtschaft nicht automatisch zum Wohlstand für alle führt. Vielmehr ist Vietnam ein Land voller Gegensätze: auf der einen Seite die großen Städte wie Hanoi, in denen vor allem zu den Hauptverkehrszeiten ein unglaubliches Gedränge auf den Straßen herrscht, und auf der anderen Seite die ländlichen Gegenden, in denen die Menschen nach wie vor in erster Linie vom Reisbau leben. Vietnam zeigte sich den Studenten also in seiner ganzen Vielfalt, sie erlebten sowohl Rush Hour als auch die Arbeit in den Reisfeldern. Diese Eindrücke sollen in der Ausstellung im A/B-Foyer der Universität Trier vermittelt werden. Zur Eröffnungsfeier am 15. Januar um 18 Uhr lädt die Trier Ethnologie alle Interessierten ein. Die Ausstellung wird drei Wochen lang bis zum 10. Februar zu sehen sein.