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Leserbrief zu Globus in Trier: Ein Stich ins Herz der Landschaft

Ihre Meinung : Ein Stich ins Herz der Landschaft

Umwelt

Zu Berichten über die geplante Ansiedlung eines Globus-SB-Warenhauses in Trier:

Am 30. Juni ist der Trierer Stadtrat zusammengekommen, um unter anderem abzustimmen, ob Globus kommt oder nicht. Offenbar mehrheitlich Männer und Frauen ohne Gefühl für Natur und Mensch, aber für die Ansiedlung. Stolz werden sie sein und ihren Kindern zeigen, was Papa und Mama geleistet haben. Super Arbeit!

Draußen vor der Stadt, wo der Bauer lebt und arbeitet, regionale Waren für uns auf dem Markt verkauft und wir unsere Erdbeeren selber pflücken können. Es wird nichts mehr so sein, wie es mal war. Es wird die letzte Nacht kommen, wo die Wiesen und Obstfelder noch unberührt waren. Aber dann: Schwere Maschinen schieben und schnauben sich dann durch die Felder und Wiesen. Insekten verschwinden, Vögel werden woanders ihre Nester bauen, und wenn die Vögel rufen, hört sie keiner mehr.

Der Stadtrat wird den Globus-Gegnern sagen: Wir haben den Kurs geändert, es wird alles etwas kleiner, nur kein Ärger. Doch dafür ist es zu spät. Egal, welche Partei ja oder nein gesagt hat, den Stich ins Herz der Landschaft haben die zu verantworten, die die Klinge gehalten haben.

Selbst wenn es jemandem gelingt, die Entscheidung des Stadtrats vor Gericht zu bringen, wird der Stadtrat vielleicht sagen, wir haben Ärger nicht gern, wir werden für alle Unannehmlichkeiten aufkommen und möglicherweise dafür sogar Geld aufwenden, natürlich aus Steuereinnahmen.