Symbolischer Spatenstich für die Feuerwache

Symbolischer Spatenstich für die Feuerwache

Das künftige Brand- und Katastrophenschutzzentrum soll in Trier-Ehrang am Standort des ehemaligen Brauchwasserwerks entstehen. Die Kosten für das Riesenprojekt: 12,57 Millionen Euro. Am Wochenende war Innenminister Roger Lewentz zu Besuch - und brachte die Förderungssumme von fünf Millionen Euro mit.

Trier. 12,57 Millionen Euro - so hoch sind die Kosten für den Bau des Brand- und Katastrophenschutzzentrums (BKSZ), den der Stadtrat erst am Donnerstag einstimmig bei zwei Enthaltungen beschlossen hat.
Nur zwei Tage später hat sich die Politprominenz auf dem Gelände des ehemaligen Brauchwasserwerks versammelt, um, in den Worten von Oberbürgermeister Klaus Jensen zu sprechen, den "Spatenstich, Beginn, Abriss, wie immer man das nennen mag" zu begehen.
Denn es müssen erst mal die alten Gebäude abgerissen und das Gelände erschlossen werden, bevor es mit dem Neubau losgehen kann. Wann das so weit ist, steht noch nicht fest. Die Stadt ist Bauherr, hat aber die Stadtwerke Trier mit der Projektsteuerung und Baubetreuung beauftragt. Die Stadtwerke erhalten dafür von der Förderung in Höhe von fünf Millionen Euro etwa eine Million Euro.

Kritik nicht gerechtfertigt


"Das ist ja heute auch nur symbolisch", erklärt der für die Feuerwehr zuständige Bürgermeister Thomas Egger (FDP), "damit wir das Geld in die Hand nehmen können." Die Kritik, die vergangene Woche laut wurde, sei nicht gerechtfertigt, meint Egger. Vonseiten des Architektur- und Städtebaubeirats hieß es nämlich, die Mitglieder seien nur unzureichend darüber informiert worden, wie die neue Feuerwache tatsächlich aussehen solle. Die Verwaltungsvorlage bot tatsächlich fast nur Informationen zur Finanzierung (der TV berichtete).
Und so ging es am Samstag dann auch irgendwie wieder ums Geld. "Wir schauen tagtäglich auf das Defizit im Haushalt", sagte Jensen. Aber das Geld für das BKSZ sei gut angelegt, denn die Investition sei im Interesse der Bürger unvermeidbar. "Da geht es einfach um die Sicherheit." Und der Zuschuss von fünf Millionen Euro vonseiten des Landes sei vor dem Hintergrund der Finanzlage "eine Hausnummer".
Auch Innenminister Lewentz betonte, dass dies kein Pappenstiel sei. "Dieses Jahr hat die Landesregierung für die Feuerwehrförderung in ganz Rheinland-Pfalz gerade mal 15,5 Millionen Euro zur Verfügung" - und fünf davon gehen allein an Trier. Aber auch er erklärte: "Die Menschen in Trier können zu Recht beanspruchen, dass die Rettungsdienste gewisse Rahmenbedingungen haben und einsatzfähig sind."
Der Hintergrund: Eine Gefahrenanalyse im Jahr 2008 zeigte, dass 25 000 Menschen in Trier nicht in einem gesetzlich geregelten Rahmen von acht Minuten von der Feuerwehr erreichbar sind. Bis das neue BKSZ steht, wird es allerdings noch etwas dauern. Dezernent Egger sagte: "Wir hoffen darauf, dass das Gesamtprojekt bis Ende 2014 abgeschlossen werden kann."
Extra

Das soll das zukünftige Brand- und Katastrophenschutzzentrum laut Feuerwehrdezernent Thomas Egger enthalten: Gliederung: Wache mit Büros, Unterkünften, Werkstätten. Ausbildungszentrum mit Schulungsräumen, Atemschutzübungsstrecke, Atemschutzwerkstatt, Übungsturm (14 Meter hoch). Logistiklager und Halle mit Materialbehältern zum Verladen. Fahrzeuge: Hilfeleistungslöschfahrzeug, Drehleiter, Sonderfahrzeuge. Dazu Landesfahrzeuge wie Großraumrettungswagen und Boot. Besetzung: rund um die Uhr ein Staffelführer und fünf Feuerwehreinsatzkräfte. Stellplätze Halle: 13 Fahrzeuge, elf Doppelstellplätze für Container. Parkplätze draußen: 50 Auto-, zehn Zweiradstellplätze. cus