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Keine Container auf Mariahofer Festplatz

Trier-Mariahof. Flüchtlingskrise, Flächennutzungsplan und aktuelle Trends in der Verkehrspolitik spielten in der jüngsten Sitzung des Mariahofer Ortsbeirates jeweils wichtige Rollen - auch wenn keine Entscheidungen dazu getroffen werden mussten. Frank Göbel

Trier-Mariahof. Gerüchte, auf dem Mariahofer Festplatz würden Container für Asylsuchende aufgestellt, hat der Ortsvorsteher Jürgen Plunien (CDU) auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung gerade gerückt: Tatsächlich prüfe die Stadt derzeit, wo sie über Flächen verfügt, die im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus genutzt werden könnten. Dabei sei auch der Festplatz neben dem Gut Mariahof besichtigt worden - allerdings zunächst nur als eine von vielen Liegenschaften, erklärte Plunien. Überhaupt ginge es auch nicht um die Aufstellung von Containern, sondern um feste Neubauten. Im Ortsbeirat besteht die überwiegende Ansicht, dass der Platz wohl kaum ernsthaft in Erwägung gezogen werde - vor allem aufgrund seiner zentralen Lage im Einfahrtsgebiet in das mögliche zukünftige Baugebiet Am Brubacher Hof. Der Ortsvorsteher will den Beirat auf dem Laufenden halten.
Geld für den Stadtteiltreff


Eine mögliche Investition in den Festplatz durch das Ortsbeiratsbudget wurde dennoch sicherheitshalber umgewidmet: Das Geld soll jetzt zunächst dem Stadtteiltreff zugute kommen. Der Ortsvorsteher will den Beirat auf dem Laufenden halten.
Seit einigen Jahren darf in Mariahof stellenweise 50 Stundenkilometer schnell gefahren werden. Das hat der Ortsbeirat von Anfang an heftig kritisiert und sich gegenüber der Stadt mehrmals für eine Tempo-30-Lösung eingesetzt - vergeblich.
Jetzt hat Ortsvorsteher Plunien ein Schreiben des städtischen Beigeordneten Thomas Egger verlesen. Dieser hat eine Anfrage beantwortet, wie denn die neue Stadtverwaltung zum Thema steht. Die gegenwärtige Regelung sei weiterhin in Einklang mit der Rechtsklage, schreibt Egger. Außerdem weist er auf eine bestehende Erklärung des Straßenverkehrsamtes hin. Das hatte im Oktober 2014 mitgeteilt, der Mariahofer Straße fehle es an einer "über das übliche Maß hinausgehenden Gefährdung". Zudem sei Tempo 30 ja an besonders kritischen Stellen angeordnet, etwa an der Schule.
Tempo-30-Diskussion


Thomas Albrecht, Stadtratsmitglied aus Mariahof, zeigte sich zum wiederholten Male verwundert, dass die gleiche Verwaltung plant, in der Saarstraße den Verkehr ganztags auf 30 Stundenkilometer zu drosseln. Man handele aber sowieso gegen einen bundesweiten Trend, glaubt Albrecht und rät zur Geduld: "Die Rechtslage ändert sich vielleicht schon bald!"
Dass manche Mariahofer gerne heizen wollen, stieß aber auch auf Verständnis: Die Abschaltung der Fernwärme im Sommer habe jedenfalls einige Bürger verärgert, sagt Jürgen Plunien. Der Beirat einigt sich, dass eine "Arbeitsgruppe Fernwärme" reaktiviert wird, die mit den Stadtwerken eine sinnvolle Regelung sucht.