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Kunst am Haus des Jugendrechts

Gewinnerin Maria Steinmann mit dem Entwurf ihres Sieger-Modells. Dieses und die weiteren vier Modelle können am Montag und Dienstag, jeweils zwischen 9 und 12 sowie von 13.30 bis 15.30 Uhr, im Haus des Jugendrechts Gneisenaustraße 40, besichtigt werden. TV-Foto: Friedemann Vetter
Gewinnerin Maria Steinmann mit dem Entwurf ihres Sieger-Modells. Dieses und die weiteren vier Modelle können am Montag und Dienstag, jeweils zwischen 9 und 12 sowie von 13.30 bis 15.30 Uhr, im Haus des Jugendrechts Gneisenaustraße 40, besichtigt werden. TV-Foto: Friedemann Vetter
Trier. Mit einem Budget von 38 000 Euro darf Maria Steinmann ihren Entwurf für die künstlerische Ausgestaltung der Eingänge des Trie rer Hauses des Jugendrechts umsetzen. Steinmann hat den Wettbewerb der Stadt gewonnen.

Trier. Das Gelände der ehemaligen Gneisenaukaserne liegt im Zentrum von Trier-West. Hier ist 2012 das Haus des Jugendrechts entstanden (der TV berichtete mehrfach). Um die bei öffentlichen Gebäuden vorgeschriebene Kunst am Bau zu erfüllen, sollen der Vorder- und Hintereingang, die Rampe und die Treppen künstlerisch und auch "nutzenorientiert" neu gestaltet werden.
Bei einem Wettbewerb unter Künstlern ernannte eine Jury die Trierer Innenarchitektin Maria Steinmann mit ihrem Entwurf zur Gewinnerin. Steinmann hatte selbst vor Jahren in der Gneisenaustraße, dem heutigen Haus des Jugendrechts gegenüber, gelebt und ist begeistert, das Projekt in Angriff zu nehmen. Baudezernentin und Jurymitglied Simone Kaes-Torchiani gratulierte der Siegerin.
Steinmanns Entwurf: An die Stelle des provisorischen Geländers soll auf der gesamten Länge eine Mauer errichtet werden. Auf die Mauerkrone werden Spolien - Altbau-Abbruch aus Trierer Beständen - aufgesetzt. In den Beton darunter werden Fragmente eingearbeitet. Spolien und Mauer werden von raumgreifenden Stahlrahmen überbrückt. "Die Stahlrahmen wirken wie Vitrinen ohne Glas", heißt es in der Projektbeschreibung. Die Spolien in den Vitrinen sollen so nicht nur wertvoll, sondern auch historisch wirken.
Die Künstlerin legt speziellen Wert auf das Sonnen- und Schattenspiel der verschiedenen Tages- und Jahreszeiten. Der Wechsel der Schatten mache den Eingangsraum zu einem "Ort der Sinne". Steinmann bezeichnet ihr Projekt als einen Prozess.
Der Zeitpunkt der Umsetzung steht noch nicht fest, aber wenn es nach Steinmann geht, kann es sofort losgehen. 38 000 Euro stehen dafür zur Verfügung. mel