1. Region
  2. Vulkaneifel

Gerolsteiner Soldaten werden umbenannt - Ab Sommer IT-Bataillon 281

Gerolsteiner Soldaten werden umbenannt - Ab Sommer IT-Bataillon 281

Die Soldaten haben gerufen und viele sind gekommen: Trotz widriger Wetterbedingungen folgten zahlreiche Gäste der Einladung des Führungsunterstützungsbataillons 281 zum Neujahrsempfang in die Eifelkaserne.

Gerolstein-Lissingen. Beim traditionellen Neujahrsempfang der Gerolsteiner Soldaten, zu dem viele Gäste aus Politik, Militär und Verwaltungen gekommen waren, machte Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Christian Sohns, deutlich, dass er im kommenden Jahr mit der Tradition brechen werde. Nicht etwa, weil der Empfang nicht veranstaltet, sondern er selbst zu der Zeit in Afghanistan sein werde. Aber da die IT-Spezialisten ja über das nötige Know-How und auch die Ausstattung verfügten, werde er sich ja vielleicht zuschalten lassen und seine Neujahrsgrüße dann aus dem Nahen Osten übermitteln können. So wie es der stellvertretende Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Torsten Täumer, und der Grundausbildungszugführer, Hauptmann Martin Jähring, bereits diesmal machten. Per Videokonferenz schickten sie ihre Grüße aus Afghanistan und Mali und schilderten Eindrücke aus dem Einsatz.

Ab November werden etwas mehr als 100 Männer und Frauen in Afghanistan für ein Jahr die dortigen Dienstposten besetzen. Diese Leistung werde gemeinsam mit dem Schwesterbataillon, dem Führungsunterstützungsbataillon 282 aus Kastellaun, erbracht, berichtete Kommandeur Sohns, der selber für fünf Monate in Afghanistan sein wird. Auch aus dem aktuellen Kontingent werden zahlreiche Soldatinnen und Soldaten wieder dabei sein.

Derzeit sind bereits seit Ende Oktober vergangenen Jahres rund 110 Soldatinnen und Soldaten des Bataillons in fünf verschiedenen Einsatzgebieten weltweit, um die IT-Anbindung vor Ort sicherzustellen.
Kommandeur Sohns machte zudem eine weitere Ankündigung: "Mitte des Jahres wird das Bataillon in IT-Bataillon 281 umbenannt." Dies stieß bei den Anwesenden auf Zustimmung, da der Name griffiger sei und man sofort wisse, was das Bataillon könne und tue. Und letztlich dient der Name auch der Eigenwerbung, schließlich ist man auch bei der Bundeswehr in Gerolstein stets auf Nachwuchsgewinnung aus.

Nicht nur die Umbenennung, sondern viele Ausbildungs- und Übungsvorhaben stehen 2017 an. Als Beispiel nannte Sohns die Informationslehrübung im niedersächsischen Munster, wo 50 Soldaten über drei Monate die Übung IT-fachlich unterstützen werden. VG-Bürgermeister Matthias Pauly (CDU) unterstrich die freundschaftliche Verbindung der Soldaten zur Region. Er dankte den Soldaten für ihren wichtigen Beitrag für eine starke Demokratie. red/mh