In Schalkenmehren wird gebaut: Der Anbau an der Alten Schule wird Wirklichkeit.

Dorfentwicklung : Ein Platz für alle Generationen

In Schalkenmehren wird demnächst gebaut. Der lange geplante Anbau an der Alten Schule wird bald Wirklichkeit.

Der Platz an der Alten Schule in Schalkenmehren bekommt ein neues Gesicht. Was schon lange geplant war, wird in Kürze wahr werden. Ein Gemeinde-, Kultur- und Generationenhaus wird in der Mehrener Straße entstehen (der TV berichtete).

„Baubeginn soll am Dienstag, 17. April, sein“, sagt Ortsbürgermeister Peter Hartogh. „Wenn alles planmäßig läuft, steht der Neubau schon Ende Oktober.“ So steht es jedenfalls im Bauzeitenplan, den Hartogh kürzlich bekommen hat.

An den Erweiterungsbau an der Alten Schule aus den 1960er Jahren wird nun unmittelbar ein neues Gebäude angeschlossen. Das alte Haus selbst, das noch aus Kaiser-Zeiten stammt und das Heimwebereimuseum beherbergt, bleibt erhalten, denn es steht unter Denkmalschutz. Bis zum angrenzenden Kirchengrundstück wird sich nun bald das neue Gebäude erstrecken – und zwar in Holzbauweise.

Denn die habe eine sehr gute Akustik und erziele eine Wirkung von Wärme und Geborgenheit, betont Hartogh. Auf insgesamt rund 125 Quadratmetern können dann die verschiedensten Veranstaltungen, wie Vorträge, Kursangebote oder sonstige Kulturveranstaltungen laufen.

Bis es so weit ist, sind noch einige Vorarbeiten zu leisten. Die Fensterfront an dem alten Anbau wird entfernt, so dass ein nahtloser Übergang entstehen kann. Im Zuge der Arbeiten soll auch der Anbau an der Alten Schule mit renoviert werden. Denn Feuchtigkeitsschäden müssen beseitigt und der Sanitärbereich komplett neu gestaltet werden, inklusive der Küche „Es wird alles zeitgemäß modernisiert“, sagt Hartogh.

Er freut sich besonders darüber, dass es auch eine Gasheizung geben wird. „Die ist günstiger von der Emission her. Und wir brauchen keine Öltanks mehr.“ Der gesamte Komplex wird barrierefreien Zugang zu allen Räumen haben.

Eines hat allerdings das Denkmalamt aus Mainz beanstandet. Während die rückwärtige Fensterfront des neuen Baus ein großes Fenster zum Maar hin erhalte, müsse die Front zur Straße und dem alten Gebäude hin harmonisiert werden, sagt der Ortsbürgermeister, indem es dort nun drei Fenster bis zum Boden geben werde.

Die Kosten über rund 655 000 Euro, von denen man früher ausgegangen sei, könnten eventuell sogar niedriger ausfallen, sagt Hartogh, „denn die Ausschreibungen waren günstiger“.

Schalkenmehren gilt als Schwerpunktgemeinde. „Alle Zuschüsse, die wir beantragt hatten, sind voll gewährt worden“, sagt der Ortschef.

Einziger Wermutstropfen: Die Vereine, die die Alte Schule benutzen, müssen sich vorübergehend eine andere Bleibe suchen, ebenso wie der Gemeinderat für seine Sitzungen.

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