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Weiterhin Rad-Rennen in Gerolstein

Weiterhin Rad-Rennen in Gerolstein

Signale auf Grün: Das Gerolsteiner Tour-Festival mit Radrennen für jedermann wird aller Voraussicht nach auch die nächsten drei Jahre in der Brunnenstadt veranstaltet.

Gerolstein. Die Entscheidung über die Fortsetzung des Gerolsteiner Tour-Festivals ist zwar noch nicht wasserdicht, doch von den Hauptbeteiligten sind nach den bisherigen Gesprächen nur positive Töne zu vernehmen. "Wir sind der Auffassung, dass hier in den vergangenen drei Jahren etwas Tolles entstanden ist und es sich lohnt, hier auch weiterhin zu investieren", hieß es beispielsweise aus dem Hause Gerolsteiner - neben dem veranstaltenden Delius-Klasing Verlag, der das Radsport-Fachmagazin "Tour" herausgibt, der wichtigste Sponsor des Festivals.

Auch die Kommune, vertreten durch die Tourismus- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (TW) Gerolsteiner Land, hält an der Veranstaltung fest. So sagte TW-Geschäftsführer Hans-Peter Böffgen auf TV-Anfrage: "Es spricht derzeit alles dafür, dass es weitergeht." Die endgültige Entscheidung darüber, ob sich die Kommune erneut beteiligt (finanziell, personell und organisatorisch), fällt der TW-Beirat in seiner Sitzung am 15. September.

Dass es nun offensichtlich weitergeht, liegt vor allem daran, dass Kommune und Gerolsteiner Brunnen in den Vorgesprächen erreichen konnten, dass die Veranstaltung mehr Festival- und Breitensportcharakter bekommt - um noch mehr Besucher und Teilnehmer anzulocken. "Das Einsehen ist da, dass allein durch Sportevents nicht noch mehr Leute angezogen werden", berichtet Böffgen.

So sollen auf sportlicher Ebene auch kürzere Distanzen angeboten werden: "Vorstellbar wäre ein Rennen über 25 Kilometer. Die dürften sich viele Leute zutrauen", mutmaßt Böffgen. Bestehen bleiben sollen darüber hinaus im Sonntagsprogramm der Marathon über 200 Kilometer, die Halbdistanz und das 50-Kilometer-Rennen.

Um mehr Zuschauer anzuziehen, soll es zudem künftig mehr Unterhaltungselemente geben. "Während der Rennen am Samstag durch die Stadt wollen wir ein Rahmenprogramm bieten, das nicht nur Radsportfans, sondern auch Ottonormalbürger anspricht", kündigt Böffgen an. Als Positivbeispiel nennt er die "Bike-Night" in Daun. Und die bisherige Radsportmesse soll ebenfalls aufgepeppt werden - zum Erlebnispark, bei dem die Besucher nicht nur die neuesten Fahrrad-Trends mitbekommen, sondern sich an Spielen beteiligen oder etwa einem Prominenten-Wettbewerb beiwohnen können.

Wahrscheinlich ebenfalls klar ist, dass das Festival von drei auf zwei Tage verkürzt und der Termin von ehemals Mai in Richtung Jahresmitte verschoben wird: vermutlich auf den 20. und 21. Juni. "Davon erhoffen wir uns zwei Vorteile: mehr Teilnehmer, da vielen Hobbyradsportlern der bisherige Termin zu früh war und sie sich untrainiert nicht an den Start getraut haben, und: besseres Wetter." In den vergangenen drei Jahren gab es kein Gerolsteiner Tour-Festival ohne zumindest einen dicken Schauer.

Meinung

Auf dem richtigen Weg

Die Fortführung des Gerolsteiner Tour-Festivals ist eine positive Nachricht für die Region. All das, was in den vergangenen drei Jahren erarbeitet wurde, kann nun verfeinert, die Veranstaltung etabliert werden - auch und besonders in den Köpfen der Einheimischen. Dazu bedarf es weiterer Anstrengungen, aber die Terminverschiebung, die Straffung auf zwei Tage sowie die Stärkung der Unterhaltungselemente sind exakt der richtige Weg. m.huebner@volksfreund.de