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Ein buntes Fest in der Kinderstadt Vitellia

Wittlich. Der Kinderschutzbund Wittlich wird 30 Jahre. Neben 1500 kleinen und großen Besuchern feierten 52 Partnerorganisationen aus der Region: Gemeinsam bauten sie ums Eventum eine Kinderstadt Vitellia, in der es eigenes Geld, einen Freizeitpark, Musik und Möglichkeiten zum Arbeiten gab. Christina Bents

Wittlich. Hochkonzentriert schneidet Ella mit einer kleinen Schere ein Stück roten Stoff zurecht, das zusammengenäht einmal eine Erdbeere werden soll. Nebenan spielen gerade die Kinder der Bläserklasse der Grundschule Friedrichstraße das Musikstück vom Chinesen mit dem Tempelgong, und einige größere Kinder sind mit dem Liegerad unterwegs.Erst zum Einwohnermeldeamt


Es ist viel los in der Kinderstadt Vitellia, die der Kinderschutzbund zusammen mit 52 anderen Organisationen und öffentlichen Stellen ums Eventum aufgebaut hat. Am Eingang der Stadt müssen sich die Kinder, wie im wahren Leben, erst einmal beim Einwohnermeldeamt anmelden und können Bargeld in Vitellia-Taler, der Währung der Kinderstadt an diesem Tag, umtauschen.
Wer möchte kann auch eine Arbeitskarte haben. Die lässt er an den einzelnen Werkstätten abstempeln und schließlich in Vitellia-Geld ausbezahlen. Michaele Schneider, Geschäftsführerin des Kinderschutzbunds sagt: "Wir vom Kinderschutzbund haben schon immer gerne gefeiert und sind sehr stolz, dass so viele unserer Kooperationspartner mitmachen." Als der Kinderschutzbund vor 30 Jahren in Wittlich startete, wollte er auf kinderpolitische Themen aufmerksam machen, es wurden Babynahrung und Kleider für bedürftige Kinder gesammelt, die Qualifizierung von Kindertagespflege begann und das Pflegekinderwesen wurde mit aufgebaut. Anschließend ging es häufig um Bildungsangebote für Familien, während es heute um Entschleunigen im Alltag geht. Michaele Schneider erklärt: "Heute gehört es zu unseren Aufgaben, den Familien Mut zu machen, auch Sachen abzulehnen, denn viele Familien stehen unter Starkstrom. Da hat sich einiges geändert in den vergangenen Jahren."
Zur Alltagsarbeit des Kinderschutzbunds gehört die Kooperation mit Schulen, Kindergärten, Verwaltungen und sozialen Diensten.Vertrauen schaffen


Der Kinderschutzbund Wittlich sieht sich zudem als niedrigschwelliger Treff für Familien, beispielsweise durch die Krabbelgruppe oder das Café. "So wird Vertrauen aufgebaut. Familien, Senioren und Alleinerziehende kommen miteinander und mit uns in Kontakt, und wir können bei Problemen Hilfestellungen geben", so Schneider. Das macht Annette Weinand vom Kinderschutzbund derweil auch in Vitellia und hilft beim Bau eines Hauses aus Legosteinen.Extra

Christiane Wirtz: "... er viel für Kinder jeden Alters und aller sozialer Schichten leistet, von Hilfe in finanziellen und sozialen Notständen bis zum Treffpunkt für Mütter mit Kindern." Svetlana Huwer, Madeleine Huwer, Xenia Ehrlich: "... sie viele Angebote für Familien machen und weil Kinder hier schon von klein auf Gemeinschaft lernen." Melanie Bobkov, Jason Bobkov, Ilja Bobkov: "... sich der Kinderschutzbund für Kinder engagiert und die Interessen der Kinder fördert." Hans Floter: "... der Name Programm ist. Das Sorgentelefon finde ich wichtig, weil dort den Sorgen der Kinder nachgegangen wird." TV-Fotos (4): Christina Bents