Basketball-ProA: Gladiators Trier verlieren wieder

Basketball-ProA: Gladiators kassieren dritte Pleite in Folge : Start schwach, Druck hoch: Gladiators verlieren erneut

Ein Sieg beim Tabellenvorletzten an der Donau schien nur Formsache zu sein – umso enttäuschter waren die Römerstrom Gladiators am Samstagabend nach der 76:84-Niederlage bei Ehingen Urspring.

Ein Sieg beim Tabellenvorletzten an der Donau war eigentlich fest eingeplant. Umso enttäuschter waren die Römerstrom Gladiators Trier am Samstagabend nach der 76:84-Niederlage bei Ehingen Urspring.

Es war eine Pleite, die den Abwärtstrend verstärkt. Dreimal ist das Team von Trainer Marco van den Berg nun in Folge sieglos geblieben. Der Druck steigt zusätzlich vor dem Heimspiel am kommenden Sonntag, 17 Uhr, gegen die Orange Academy aus Ulm. Immerhin wollen die Gladiators ja nicht frühzeitig die Play-Off-Plätze in der Basketball-ProA aus den Augen verlieren.

Während aus den Hallenlautsprechern „We are the champions“ trällerte und sich das Urspring-Team nach dem dritten Saisonsieg von den eigenen Fans feiern ließ, waren die Gästespieler längst enttäuscht in der Kabine der Sporthalle am Johann-Vanotti-Gymnasium verschwunden.

Was hatten sie sich nicht alles vorgenommen vor der Partie in der 26000-Einwohner-Stadt ein paar Kilometer südwestlich von Ulm. Viel Präsenz unter den Körben wollten die  Trierer demonstrieren, dem aufkommenden Druck trotzen und mit breiter Brust spielen.

Der Start ging aber gründlich in die Hose. Nach dem ersten Viertel führte Ehingen, das den Kader nach verkorkstem Saisonverlauf umgestellt und zuletzt den früheren Publikumsliebling Devon Moore reaktiviert hatte, bereits mit 22:14. Mitte des zweiten Viertels lagen die Württemberger mit 32:16 vorne. Doch die Gäste erholten sich von dem miesen Start. Zur Pause führte Ehingen nur noch mit zwölf Punkten (42:30). Im dritten Viertel drehten die van-den-Berg-Schützlinge dann auf. Der von Stefan Ilzhöfer verwandelte Freiwurf zehn Sekunden vor der Sirene bedeute gar die 55:54-Führung.

Ein abwechslungsreiches, intensiv geführtes Match Viertel brach an. Die Ehinger konnten sich aber Schritt für Schritt wieder leicht absetzen. Als Jermaine Bucknor 47 Sekunden vor Schluss beim Stande von 76:71 mit einem Dreier scheiterte, war der Weg für Ehingen frei. Am Ende verloren die Gladiators vor allem aufgrund ihrer Schwäche bei Drei-Punkte-Würfen: Von 30 Versuchen landeten ganze acht im Netz.

„Mal ging ein Korbleger daneben, mal haben wir einen Rebound verpasst: Das war anfangs nichts. Da haben wir uns zu viele Offensiv-Fehler geleistet. Zudem waren wir durch zwei frühe Fouls von Simon Schmitz gehandicapt. Bei den Dreiern waren wir insgesamt zu zögerlich“, analysierte Coach van den Berg. Zu viele  Akteure in seiner Mannschaft seien nicht in der Lage gewesen, Verantwortung zu übernehmen: „Für einige war der Druck zu hoch.“ Trotz einer guten Vorbereitung auf das Ehingen-Spiel sieht der Trainer sein Team „derzeit nicht auf Play-Off-Niveau“

Statistik:

Punkte Trier: Kyle Dranginis 9, Kevin Smit 8, Jermaine Bucknor 6, Lucien Schmickale 1, Simon Schmitz 18, Thomas Grün 7, Stefan Ilzhöfer 5, Luka Buntic 10, Johannes  Joos 11, Anton Shoutvin 1.

Beste Werfer Ehingen: Davonte Lacy 29, Seger Bonifant 20.

Viertelstände:  22:14 /42:30/54:55/84:76

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