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Eintracht Trier: Ex-Wunderkind ein heißer Kandidat

Eintracht Trier: Ex-Wunderkind ein heißer Kandidat

Ist er die Verstärkung für die Offensive? Fußball-Regionalligist Eintracht Trier führt intensive Gespräche mit Marco Quotschalla (volksfreund.de berichtete am Samstag). Sportlich scheint es zu passen, jetzt geht es noch ums Geld. Ein Testspiel in Neunkirchen verlor der SVE mit 1:2.

Trier/Neunkirchen. Beim Vorbereitungsspiel in Neunkirchen war Marco Quotschalla Zaungast. Der 24-Jährige verbrachte den Samstag im Umfeld des Trierer Teams. Mit Trainer Roland Seitz tauschte er sich aus. Auf TV-Anfrage ließ Eintracht-Geschäftsführer Dirk Jacobs am gestrigen Sonntag durchblicken, dass unter sportlichen Gesichtspunkten einem Wechsel nichts im Wege stehen würde. Es geht aber noch ums Finanzielle. Heute wird Jacobs darüber mit Quotschallas Berater Michael Stuckmann sprechen.Der Offensivspieler ist im Sturm, aber auch im linken Mittelfeld zu Hause. Damit passt er in Seitz\' Beuteschema. Quotschalla steht derzeit noch beim West-Regionalligisten Wuppertaler SV unter Vertrag. Da bei den bergischen Löwen wegen finanzieller Probleme die Lichter auszugehen drohen, haben offenbar alle Spieler die Freigabe erhalten. Quotschalla war jüngst mit dem Drittligisten Wehen-Wiesbaden ins Trainingslager gereist - zu einer Verpflichtung kam es nicht. Der 24-Jährige stammt aus Köln. Er galt als Wunderkind und löste unfreiwillig deutschlandweite Diskussionen aus, als er als Zwölfjähriger vom 1. FC Köln mit einem Achtjahres-Vertrag ausgestattet wurde. Zwei schwere Verletzungen warfen ihn später zurück. Quotschalla bekam zwischenzeitlich die Kurve und durfte bei Alemannia Aachen 13 Minuten Bundesliga-Luft schnuppern. Die meisten Spiele (91) absolvierte der Rheinlandländer bislang in der Regionalliga West (Bonner SC, Schalke 04 II, Wuppertal). Beim Oberligisten Borussia Neunkirchen kassierte die Eintracht derweil ihre erste Testspielniederlage in der Wintervorbereitung. Fabian Zittlau erzielte zwar mit einem Schuss unter die Latte die frühe Führung (5.), Arif Karaoglan drehte auf dem Kunstrasenplatz neben dem Ellenfeld-Stadion jedoch die Partie (15., 29.). Bei beiden Gegentreffern offenbarte Trier Schwächen in der Rückwärtsbewegung. Zudem machte sich bei den Moselanern das Fehlen des Offensivtrios Alon Abelski (Achillessehnenprobleme, wohl noch sieben bis zehn Tage Pause), Chhunly Pagenburg (Adduktorenprobleme) und Steven Lewerenz (Überbein am großen Zeh) negativ bemerkbar. Nicht mehr mit dabei war Testspieler Khalid Lahyani - Seitz hatte ihn schon am Freitag nach Hause geschickt. 90 Minuten zeigen durfte sich dagegen Probespieler Erdogan Yesilyurt (19, Arminia Bielefeld, linkes Mittelfeld). Zudem kam Dominic Reinold testweise zum Einsatz - der 24-jährige Bonner stand bis zum Sommer 2012 beim portugiesischen Erstligisten SC Beira-Mar unter Vertrag.Laut Geschäftsführer Jacobs ist bei beiden Akteuren noch keine Entscheidung gefallen.Aufstellung Eintracht Trier: Loboué - Brighache (46. Dingels), Kröner (62. Spang), Konrad, Zittlau - di Gregorio (46. Hollmann), Klinger (46. Michels) - Kuduzovic, Watzka, Yesilyurt - Sözen (46. Reinold)