Linientreu mit Laufuhr

Laufen Sie mit gps-fähiger Laufuhr? Wenn ja, finden Sie in der neuen Laufkolumne von TV-Reporter Rainer Neubert einige wichtigen Hinweise. Wenn nicht, finden Sie vielleicht die Bestätigung, es auch in Zukunft sein zu lassen.

Es gibt Läufer, die verzichten darauf, sich von einer modernen Laufuhr terrorisieren zu lassen. Es gibt aber viel mehr Läufer, die so ein mit Satellitenempfang ausgestattetes Wunderwerk der Technik nutzen, um ihr Training zu gestalten, Tempo und Distanz im Blick zu haben, ihre Laufstrecken aufzuzeichnen oder sich gar dank zuvor eingegebener Tourendaten auf bislang unbekannte Pfade begeben. Natürlich ist so ein Computer am Handgelenk auch während eines Wettlaufs hilfreich im Bemühen, die Kräfte sinnvoll einzuteilen. Risikofrei ist das allerdings nicht. Denn je länger die Wettkampfstrecke, desto größer kann die Diskrepanz zwischen der offiziellen amtlichen Messung der Veranstalter und der auf der Laufuhr angezeigten Strecke sein. Wenn dann ein Marathon plötzlich mehr als 43 Kilometer lang ist, kann sich die Hatz nach einer persönlichen Bestzeit am Ende als vergebliche Mühe erweisen.Eine Lauffreundin, der das passiert ist, hat danach ihren Uhrenhersteller gefragt, wie so etwas sein kann und interessante Antworten bekommen:<karo_blau>Der Messfehler jedes gps-Systems liegt im Bereich von bis zu zwei Prozent. Auch bei offizieller und hochwertiger Messtechnik können Strecken 200 Meter zu lang oder zu kurz sein. Die Angabe der Streckenlänge bei einem Marathon bezieht sich auf die Ideallinie, die, auf dem Asphalt aufgezeichnet, in der Regel nur von den Top-Läufern eingehalten wird. Vermutlich sei sie deshalb tatsächlich einige Meter mehr gelaufen. Die Konsequenz für den nächsten Marathon liegt nah: Auf Linie bleiben!