Beim ersten Mal …

Es war im August des Jahres 1964. John Surtees wurde im Ferrari auf dem Nürburgring als Sieger des Großen Preises von Deutschland abgewunken. 15 Runden über die 22,81 Kilometer lange Nordschleife hatte der Brite damals zu bewältigen.

Meinen ersten Besuch an eben jenem Tag auf der Rennstrecke in der Eifel, beziehungsweise die Anfahrt dorthin, habe ich bis heute nicht vergessen.
Auf dem Soziussitz einer Horex (ich glaube, es war eine Regina) unseres Nachbarn war der Weg aus dem Hochwald in die Eifel ohne Autobahn hin und zurück an einem einzigen Tag ein Abenteuer. Wie viele Stunden ich mich krampfhaft mit beiden Händen auf den Serpentinen hinunter ins Moseltal und wieder hinauf am Sattel festgehalten habe, ist mir entfallen. Fest steht: Derlei Erfahrungen und Empfindungen eines 13-Jährigen bleiben unauslöschlich. Ein Leben lang.
Acht Jahre später durfte ich als junger Volontär zum ersten Mal vom Ring berichten. Seit dieser Zeit gehört diese weltweit unvergleichliche Rennstrecke mit allen ihren Facetten zum journalistischen Alltag. Pflicht ja, aber eine, die niemals als solche empfunden worden ist. Bei keinem einzigen Besuch. Und dabei wird es auch bleiben.