BEHINDERTENSPORT: Aufregung bei der Premiere

BEHINDERTENSPORT: Aufregung bei der Premiere

BERNKASTEL-KUES. (mbl) Liane Hosp und Susanne Steffen, Mitarbeiter des DRK-Sozialwerks, haben erfolgreich an der Tennisweltmeisterschaft für Menschen mit geistiger Behinderung in Glogow (Polen) teilgenommen. Der deutsche Nationalkader mit sieben Teilnehmern trat gegen Teams aus vier weiteren Nationen an.

Liane Hosp und Susanne Steffen vom DRK haben bereits in den vergangenen Jahren mehrfach bei Turnieren sowie den "Special Olympics", den Spielen für geistig Behinderte, auf sich aufmerksam gemacht. Siege errangen sie unter anderem bei den deutschen Tennis-Meisterschaften 2004 und 2005. Bei den ersten Tennisweltmeisterschaften in Polen, die leistungsbezogen eine große sportliche Herauforderung für die Teilnehmer darstellen, verbuchten Hosp und Steffen beachtliche persönliche Erfolge: Im Doppel belegten die beiden den vierten Platz, im Einzel errang Steffen den siebten und Hosp den neunten Platz. Die WM war für beide aufregend und spannend. "Ich hätte nie gedacht, so weit zu kommen", sagte Steffen. Hosp freute sich darüber, neue Sportsfreunde gewonnen zu haben: "Ich wäre gern noch länger geblieben." Für Trainer Bernd Lord ist der sportliche Erfolg hoch einzustufen. "Für alle im Kader ist der Tennis die gemeinsame Sache, dafür kämpfen sie und stehen ihre ,Frau' - losgelöst von Werkstatt-Alltag und Familie", unterstreicht Lord. Das stärke Persönlichkeit und Selbstwertgefühl. Denn die Anerkennung komme nicht nur durch die Behinderten selbst, sondern auch durch die Öffentlichkeit. "Bei den Begegnungen auf nationaler oder internationaler Ebene ist stets die ganze Region mit dem Herzen dabei". Der Sport sei dabei bestes Mittel , um die DRK-Mitarbeiter noch mehr zu integrieren.