Das geht im Mai

Mainetwegen machen wir jetzt halt Preview. Man soll ja immer in die Zukunft gucken und seine Träume verwirklichen – sagt ja schon der kleine Prinz. Der Typ ist ja auch so 'n Fall für sich. Aber egal. Und Vodafone sagt in seinem neuen Spot ja auch, die supertollste Zukunft von allen, die es jemals gab und jemals geben wird, beginnt jetzt. Da machen wir doch mit, ihr Hamsterbäckchen, oder? Okidoki. Dann geht das so:

Boah, Waui und Leckomio! Das fängt ja spitzenmäßig los: Der Bachelor [Bätschelocht], der Freier heißt, hat seine Rosen schön blank poliert und kommt ins Metropolis geschwebt. Zur Ladies Night am 07.05. Geil! Ist dann wie im Fernsehen, nur schneller: Rose abstauben, Foto mit dem hochwertig frisierten Versicherungskaufmann und Ex-Eisverkäufer machen, ein bisschen mit der Abschleppmaschine plaudern, dann nach Hause ohne Leonard Ronald Werner Paul Freier. Der muss nämlich weiter. Rosen verkaufen. Okay - der Plan ist ganz einfach: Am 12.05. fahrt ihr nach Luxemburg. Ins Atelier. So um 20:00h solltet ihr spätestens da sein, denn dann geht ‘ne geile Rock-Schau ab, wa Alta! Denn dann spielen Simple Plan aus Kanada. Das Land ist ja berühmt für seine abgefahrenen Rocker - ich sag‘ nur Celine Dion, Justin Bieber oder Jean-Baptiste Dubois. Also, Pommesgabel spülen, Hals-Tattoo aufkleben und dann wird richtisch abjerockt, bis die Schwarte kracht. Zu fetzigen Hits der kanadischen Antwort auf Blink182 wie "Welcome To My Life", "Shut Up" und dem Soundtrack zu den Scooby-Doo-Filmen. Bounce, Bounce, Basketball. Am 12.05. werden in der Arena Trier richtig goile Körbe eingekörbt. Die Harlem Globetrotters kommen und bringen die Boden mal so richtig zum Quietschen. Die US-amerikanische Show-Basketball-Truppe schweißt ziemlich coole Tricks ins Parkett. Das Team tourt mittlerweile seit fast 100 Jahren rund um die Welt und zeigt seine Dribble- und Abschlusskünste. Für jeden, der Basketball liebt, ein absolutes Muss und die seltene Gelegenheit, die Legenden live zu sehen. Jetzt wird's keltisch-psychedelisch-mystisch-ethnisch. Oder sowas in der Art. Am 18.05. kommt Anne Wylie in die Tufa. Die sieht ein bisschen aus, als wäre sie gerade bei Game of Thrones gestorben und hätte jetzt Zeit für Musik. Und zwar Musik, die Brücken schlägt. Zwischen Mystik und Tradition der keltischen Vergangenheit Irlands und weltumspannenden Zeitgeist. Aha. Soso. Hab gerade mal ein Stück gehört. Jetzt muss ich kurz weg, den grünen Kobold jagen.

So, bin wieder da. Mir ist allerdings keine Überleitung zwischen der irischen Folklore und dem, was jetzt kommt, eingefallen: Willi Herren. Der plautzige Spaßstöpsel, Lindenstraßen-Skinhead und Ballermann-Barde mit der weißen Nase kommt am 21.05. ins A1 gestolpert und gibt seine Mallorze-Hits und Bulgarien-Kracher zum Besten. Und im Gepäck hat er auch einen Song extra für die EM 2016. Der heißt "Das ist unser Tag". Na, dann. Ab dafür. Hau rein, Willi. Bissi länger im Musik-Biz als Willi Herren: The Sweet. Die britische Glam-Rock-Band lässt sich seit den 70ern die lockige Rocker-Matte wachsen. Die schütteln sie am 25.05. im Eventum in Wittlich. Lief bestimmt auch schon mal glamrockiger bei den Jungs, aber wat willste machen. Die Konkurrenz schläft nicht und ich bin sicher, der Laden wird trotzdem voll. Und voll ist im Grunde ja auch die Hauptsache. Für alle, die es karibischer oder südseeiger mögen, gibt es am gleichen Abend im Metropolis in Trier kräftig was auf die Kokosnüsse. Denn da ist Coco Beach Club. Mit allem, was man sich unter Südsee vorstellt: Palmen, Kokosnüsse, Cocktails-Schlürfen, Schirmchendrinks und Party, bis die Papaya kracht. Dazu einen echten Whirlpool, Wasserfall und viele mehr. Wär das was? Wie tippt man ein falschrumes "R" auf der Tastatur? Das müsste ich wissen, weil am 31.05. ja Korn (KOR(<-)N) in die Rockhal kornen, äh kommen. Die hatten ihre besten Zeiten ja bekannterweise auch wann anders, aber der bekloppte Sänger schreit, röchelt und heisert sich anscheinend nach wie vor durchs musikalisch und lyrische Purgatorium seiner Teenagerzeit. Und spielt Dudelsack und Glasharmonika dazu. Schrädderädäng. Am gleichen Abend spielen übrigens im Atelier Luxemburg, als rockige Konkurrenz, Garbage, die Rockband um Shirley Manson. Gibt's auch schon seit ewigen Zeiten. Also ein Abend mit zwei Bands, die es einfach durchziehen. Ist doch schön. Ui, ich muss weg. Mein Dudelsack quietscht. Ciao Miau.