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Alkohol und Jugend: Ein besonderes Problem?

Alkohol und Jugend: Ein besonderes Problem?

Alkoholexzesse an Fastnacht in Trier hatten für Schlagzeilen und Betroffenheit gesorgt. Wie gefährlich ist Komasaufen? Wie viel Alkohol ist normal? Was steckt hinter dem Trinken ohne Limit? Heute beantworten vier Experten zwei Stunden lang Fragen unserer Leser rund um das Thema "Alkohol und Jugend".

Gina ist 15 und hängt am Wochenende immer mit Freunden ab. Bevor sie losziehen, "glühen sie vor". Danach geht die Party richtig los: Sie trinken ohne Limit Hochprozentiges und Bier. Das fiktive Beispiel spiegelt das Freizeitverhalten etlicher Teenager wider.
Wann spricht man von Sucht? Wie lange darf mein 14-jähriger Sohn auf einer Party bleiben? Darf ich meinem 16-jährigen Kind den Alkoholkonsum verbieten? Kann ich Hilfe von der Schule erwarten, wenn mein Kind nicht in die Schule geht, da es abends häufig trinkt? Und kann ein Schüler wegen Alkoholkonsums von der Schule verwiesen werden? Wer und was helfen, wenn der Teenager nicht mit Alkohol umgehen kann? Dies sind Beispielfragen, auf welche die Experten am Telefon Antworten wissen. Die Telefonaktion ist Auftakt der Suchtwoche, die vom 24. bis 28. September in Trier stattfindet.
Aktueller Aufhänger


Veranstaltet wird die Aktionswoche seit 25 Jahren vom Arbeitskreis Suchtprävention, in dem unter anderem Suchtberatungsstellen, Kinderschutzbund, Polizei und Schulen vertreten sind. In diesem Jahr hat der Arbeitskreis seine Aktionswoche nach den Ausschreitungen an Weiberfastnacht unter das Motto "Alkohol und Jugend - ein besonderes Problem?" gestellt, um zu ergründen, ob dieser Tag eine Ausnahme war oder ob die Jugendlichen vermehrt heftigsten Konsum betreiben - und was dagegen getan werden kann.
Von 15 bis 17 Uhr können heute Jugendliche und Erwachsene Marc Powierski, Telefon 0651/7199-194, Beauftragter für Jugendsachen des Polizeipräsidiums Trier, anrufen. Er steht in erster Linie zum Thema Jugendschutz und damit für rechtliche Fragen zur Verfügung.
Eine weitere Expertin am Telefon ist Ulla Peters, Telefon 0651/7199-195. Die Lehrerin engagiert sich im Arbeitskreis Suchtprävention und hat speziell für besorgte Eltern und Lehrer Tipps, die in Sachen "alkoholauffällige Schüler" Rat suchen.
Heinz Fichter, Telefon 0651/7199-196, Beauftragter für junge Suchtkranke in der Selbsthilfe des Kreuzbund-Diözesanverbands Trier, ist vorrangig Ansprechpartner für alle jungen Menschen, die kritisch konsumieren, aber auch für Angehörige dieser Personengruppe, die sich informieren möchten, wo sie Hilfe bekommen.
Und Heike Petermann, Telefon 0651/7199-197, Diplom-Psychologin der Fachambulanz für Suchtkranke und Angehörige des Caritasverbands Trier, beantwortet Ihre Fragen rund um das Thema Jugend und Alkohol.

Hinweis: Lediglich der Sachverhalt wird zwecks des Nachberichts ohne Wiedererkennungswert weitergegeben. Namen bleiben anonym. kat

Extra

Veranstaltungen im Jugendzentrum Mergener Hof in Trier: Montag, 24. September, 15 Uhr, Streetballturnier; 18 Uhr, Eröffnung durch Sozialdezernentin Bürgermeisterin Birk; 18.30 Uhr, Podiumsdiskussion zum Thema "Komasaufen - total normal oder voll daneben?!" 25. bis 28. September; Fachveranstaltungen, Präventionsaktionen und Mitmachtheater für Jugendliche; 28. September, 19 Uhr; alkoholfreie Party mit Bandcontest im Mergener Hof. kat