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Das Programm für den Petersplatz

Stadtentwicklung : Das Programm für den Petersplatz

Wie das Stück Innenstadt gestaltet wird, ist beschlossene Sache. Das Ganze wird teurer als geplant.

Eigentlich hat der Petersplatz alles, was man sich wünschen kann: einen Brunnen, schöne Blumenbeete und er liegt mitten in der Fußgängerzone. Aber eines hat wohl doch gefehlt: Menschen. Besucher sieht man nämlich nur selten auf dem kleinen Platz.

Das soll sich ändern. Der Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung ein Gestaltungsprogramm beschlossen. Eine große Bank aus Basaltstein mit Blick auf den Gäßestrepperbrunnen soll her, der etwas weiter in die Platzmitte versetzt wird. Hinzu kommen eine Baumbank rund um einen der alten Bäume und eine neue Lesevilla, in der auch künftig Bücher zum Ausleihen und Austauschen bereit stehen, die aber optisch auf die anderen Elemente abgestimmt wird.

 Modell Petersplatz Bitburg
Modell Petersplatz Bitburg Foto: TV/Dagmar Schommer

Diskussionen gab es, weil die Platzgestaltung rund 136 000 Euro kostet – und damit 36 000 Euro über dem Preis liegt, der anvisiert war. „Da ist eine Kostensteigerung von mehr als 30 Prozent“, sagte Jürgen Weiler (CDU), „wenn sich das nicht weiter fortsetzen soll, müssen die Planungsbüros schon bei ihren Entwürfen die Kosten ermitteln.“ Froh war mit der Preissteigerung keiner. Aber die Idee, die große Bank aus Beton statt aus Basalt fertigen zu lassen, kam auch nicht an, obwohl Beton nur etwa halb so teuer wäre. „Die Basaltbank ist eins der Hauptgestaltungsmerkmale und Basalt ist viel wertiger und emotionaler“, sagte Willi Notte (Liste Streit) und argumentierte, dass die Stadt hier nicht am falschen Ende sparen sollte. Auch Peter Kockelmann sprach sich für Basalt aus: „Wenn wir  was machen, sollten wir es richtig machen. Nichts Halbherziges.“ Mit großer Mehrheit bei zwei Gegenstimmen (CDU und SPD) wurde die Platzgestaltung beschlossen.