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Bildung
Ein Fördertopf – viele Möglichkeiten

 Die Arbeiten am Regino-Gymnasium sollen Mitte des nächsten Jahres beginnen.
Die Arbeiten am Regino-Gymnasium sollen Mitte des nächsten Jahres beginnen. FOTO: Fritz-Peter Linden
Prüm/Bitburg. Der Kreis bekommt aus dem Sanierungsprogramm kein Geld für die Renovierung des Regino-Gymnasiums. Die Verwaltung will das Geld für andere Schulen nutzen. Von Christian Altmayer
Christian Altmayer

Die Renovierung des Regino-Gymnasiums ist eine Mammutaufgabe. Die frühere Prümer Fürstabtei, wenngleich von außen eindrucksvoll, ist in die Jahre gekommen. 18,6 Millionen Euro wird es nach aktueller Schätzung brauchen, das Gebäude zu sanieren. So viel hat der Kreis aber nicht im Budget. Deshalb braucht es viel Fördergeld.

Ein Geldgeber war schnell gefunden. Der Bund hat 2017 ein Schulsanierungsprogramm verabschiedet, das vor allem finanzschwachen Kommunen zugutekommt. Auch in den Eifelkreis sollten 5,5 Millionen Euro aus Berlin fließen. Der Plan war damals, den Zuschuss in das Prümer Gymnasium zu investieren.

Doch daraus wird nichts. Denn das Projekt ist nicht förderfähig. Der Grund: Der Bund will nur für Arbeiten bezahlen, die bis zum 31. Dezember 2022 abgeschlossen werden können. In Prüm ist dies aber nicht mehr möglich.

Das liegt laut dem Pressesprecher der Kreisverwaltung daran, dass der Umfang des Vorhabens zu groß ist, um es so schnell zu realisieren. Was wiederum damit zusammenhänge, dass sich das Land zu lange mit der Bewilligung des Förderantrags Zeit gelassen habe. Sodass die Architekten nicht zügig in die Planungen einsteigen konnten. Das Fördergeld will die Verwaltung dennoch nicht verfallen lassen. Und schlägt dem Kreistag am Montag vor, andere Schulen zu sanieren: Die Bundeszuschüsse sollten nach Ansicht des Landratsamtes in die Renovierung der Hauptschule Prüm und die Sanierung der Außenanlagen der Otto-Hahn-Realschule plus in Bitburg fließen. Die Sporthalle der Edith-Stein-Schule, Bitburg, soll zudem nicht nur von außen, sondern auch auf einen Schlag von innen instandgesetzt werden.

In Stein gemeißelt ist das nicht. Der Kreistag hat am Montag die Möglichkeit, sich für andere Projekte auszusprechen. Wie auch immer das Gremium aber entscheidet: Auf den Baubeginn am Regino-Gymnasium habe ein Beschluss „keinerlei Auswirkungen“, schreibt der Verwaltungsprecher auf TV-Anfrage.

Die Arbeiten würden etwa drei Jahre dauern und „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ starten. Und das sei Mitte/Ende 2020. Zunächst gelte es aber Container zu errichten oder eine andere Übergangslösung für die rund 900 Schüler zu finden. Denn während der Bauarbeiten wird im gesamten ehemaligen Kloster wohl kein Unterricht möglich sein.