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Ein "Kanal"-Fuchs namens Lapsi

Ein "Kanal"-Fuchs namens Lapsi

Die Tücken der Zivilisation sind einem jungen Fuchs zum Verhängnis geworden. Nach einer dramatischen Rettungsaktion aus einem Abwassergulli fand "Lapsi" ein neues Zuhause im Wildfreigehege Hellenthal.

Hellenthal/Vogelsang. Was für eine Odyssee hat der kleine Kerl da hinter sich. Anfang Mai war der junge Fuchs in die Kanalisation des Vogelsang-Geländes geraten. Mit viel Glück konnten ihn Feuerwehrleute nach etlichen Stunden aus seiner misslichen Lage befreien. Die nächste Station führte ihn in die Kaller Tierarztpraxis von Dr. Elfi Kannengießer, wo er liebevoll aufgepäppelt wurde.
Für das Auswildern war es für den Jungfuchs offenbar zu spät, so dass er nun endlich an seiner vorerst letzten Station angekommen ist: dem Wildgehege Hellenthal. Dort hat der bis vor kurzem noch namenlose Fuchs eine schöne neue Heimat gefunden und einen Namen.
Allerdings waren sich die Hellenthaler bezüglich des Namens zunächst nicht ganz einig. Mit-Besitzer Karl Fischer hatte Tapsi vorgeschlagen - und damit Proteste bei der Crew der Greifvogelstation ausgelöst. Tapsi sei doch viel zu langweilig. Schließlich einigten sich alle auf Lapsi.Tier bleibt bel Pfleger


Nun wird der kleine Fuchs sein restliches Leben unter fürsorglicher Betreuung durch Menschen verbringen müssen - aber das scheint für ihn halb so schlimm zu sein. Seinen Tierpfleger Georgius Schmiler, genannt Jo, hat Lapsi jedenfalls schon fest ins Herz geschlossen. Und dem kleinen Streuner geht es zwischenzeitlich wieder sehr gut.
Tierpfleger Jo erlebt in diesen Momenten die außergewöhnlich schöne Seite seines Berufs - die Belohnung für viele mühevolle und arbeitsreiche Stunden. Wenn aufgrund einfühlsamer Pflege ansonsten scheue Wildtiere Vertrauen zu ihrer Bezugsperson gefasst haben, dann ist das schon ein tolles Gefühl. red