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Internetbetrüger missbrauchen jobsuchenden Bitburger zur Geldwäsche

Internetbetrüger missbrauchen jobsuchenden Bitburger zur Geldwäsche

Der 41-jähriger Mann aus der Verbandsgemeinde Bitburger Land hat einen Nebenjob gesucht. Bei einer Firma in Luxemburg unterschrieb er einen Arbeitsvertrag als Logistiker im Homeoffice. Dass er sich damit strafbar machte, war ihm wohl nicht bewusst.

Die Firma hat eine gefälschte Internetseite einer realen Firma benutzt, heißt es von Seiten der Polizei. So lockte die Firma Arbeitssuchende. Über Internetanzeigen oder Spam-Mails wurden Tätigkeiten als Warenagent, Paketmanager oder Testkäufer beworben. Die sogenannten Paketagenten sollten Pakete in Empfang nehmen, umverpacken und meist ins Ausland weiterversenden.

Dem 41-Jährigen wurden verschiedene Waren aus der Elektronik-Branche wie Laptops, Smartphones, iPads oder Fotokameras von unterschiedlichen Unternehmen und Internet-Shops, meist im Wert zwischen 500 und 1000 Euro, zugesendet. Laut Arbeitsvertrag sollte er dafür 2200 EUR monatlich erhalten.

Nach dem neunten Paket fiel einem Kreditkartenunternehmen auf, dass mit illegal erworbenen Kreditkarten bezahlt und die Waren an ihn versandt wurden.

Der 41-jährige Mann war als sogenannter Paket-oder Warenagent tätig geworden. Laut Polizei versuchen die Täter, möglichst lange den Eindruck eines legalen Arbeitsverhältnisses aufrecht zu erhalten.
Der Warenagent stellte in diesem Fall seine Anschrift und seine Daten für einen Betrug bereit. Damit machte er sich der Geldwäsche strafbar, so die Polizei. Die dahinter verborgenen, oft ausländischen Netzwerke ließen sich meist nicht finden.

Der betroffene Mann hat sich selbst bei der Polizei angezeigt und die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Auf ihn kommen Rückforderungen der geschädigten Kreditkarteninhaber zu.

Die Polizei empfiehlt, kein Jobangebot als Paket- oder Finanzagent anzunehmen, niemals sein Bankkonto oder seine Postadresse für Geschäftsabwicklungen von Fremden zur Verfügung zu stellen. Wer trotzdem einen solchen Job angenommen hat, soll diesen abbrechen und Strafanzeige bei der Polizei erstatten.