Kurzportrait über Brecht : Kleines Dorf mit Perspektiven

Kurzportrait über Brecht : Kleines Dorf mit Perspektiven

Michel Brück ist seit 27 Jahren Ortsbürgermeister von Brecht und das Amt hat er auch immer gern ausgeübt, wie er versichert. Aber: „Das Kapitel ist für mich demnächst abgeschlossen“, sagt der 71-Jährige. Will heißen, er stellt sich nicht mehr zur Wahl als Ortsbürgermeister.

Es sei Zeit für neue Ideen und dass Jüngere nachrücken und den 240-Einwohner-Ort in der Verbandsgemeinde Bitburger Land voranbringen, er übrigens 1341 erstmals urkundlich erwähnt wird. Ob er als einfaches Ratsmitglied noch mitarbeiten wird und die 50 voll macht, das überlegt er sich noch. Dem Gemeinderat Brecht gehört er nämlich schon stolze 42 Jahre an.

Was er auf jeden Fall weiterhin tun möchte, ist, sich als Vorsitzender um die gemeindeeigene Kapelle St. Lucia und den Förderverein kümmern. Das ist Brück eine Herzensangelegenheit. Die Kapelle, die das Ortsbild prägt und unter Denkmalschutz steht, braucht zum einen ein neues Dach und zum anderen müssen die Außenwände saniert werden. „Ein Statiker prüft noch, welches Verfahren am besten dafür geeignet ist“, sagt Brück.

Ansonsten sieht er die Gemeinde gut aufgestellt, die Straßen seien in Ordnung, die Dorfgemeinschaft ebenso, was sich besonders in der Hilfsbereitschaft für die vom Hochwasser Betroffenen letztes Jahr gezeigt habe. In Brücks Amtszeit wurde ein Jugendraum geschaffen, es entstand ein Spiel- und Bolzplatz sowie ein Gemeindehaus. Er hofft, dass die Infrastruktur und das Brauchtum gepflegt werden, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben und dass junge Menschen im Ort wohnen bleiben. Dazu müssten auch vorhandene Baugrundstücke als solche ausgewiesen werden.

„Das war auch in der Bürgerbefragung ein wichtiges Thema“, sagt Brück. Und: „Wir sind ein kleines Dorf und können keine riesigen Baugebiete ausweisen. Wollen aber, dass jungen Leute hier eine Perspektive geboten wird.“ Entsprechende Planungen sind im Gange. Außerdem kann Brecht schon mit schnellem Internet aufwarten. Leerstände gebe es zum Glück noch nicht, lediglich ein Haus stünde zum Verkauf, so Brück. Der Ortschef hofft, dass die gute Dorfgemeinschaft weiterhin erhalten bleibt.

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