Kreissparkasse Bitburg-Prüm zieht positive Bilanz für das Jahr 2018

Finanzen : Die mobile Bankfiliale hat sich bewährt

Trotz strenger Regulierung, einem  niedrigen Zinsniveau und einer schwierigen Marktlage blickt der Vorstand der Kreissparkasse Bitburg-Prüm zufrieden auf das Geschäftsjahr 2018.

Lädt ein Kreditinstitut wie die Kreissparkasse Bitburg-Prüm (KSK) zur Bilanzpressekonferenz ein, gehört es quasi fest zu den Ritualen einer solchen Veranstaltung, die Verbundenheit zur Region zu betonen. Der KSK fällt es dabei angesichts der Arbeit von drei sehr umtriebigen Stiftungen nicht schwer, glaubwürdig darzustellen, dass die Nähe zur Heimat nicht nur ein Lippenbekenntnis ist. „Doch der vorige Sommer und seine Unwetter haben noch deutlicher gezeigt, dass die Kreissparkasse Bitburg-Prüm tatsächlich eng mit den Menschen im Eifelkreis verbunden ist“, sagt Landrat Joachim Streit.

Er erinnere sich gut an den Juni 2018. „Der Eifelkreis ist ja sehr von den Unwettern betroffen gewesen. Es war schnell klar, dass den Opfern zügig und unbürokratisch geholfen werden muss. Quer über den Bedaplatz machten die hier ansässigen Banken aus, gemeinsam zu helfen“, sagt Streit. Zügig sei das Sonderkreditprogramm für Hochwasser- und Starkregengeschädigte initiiert worden, schnell seien die ersten Kredite ausgezahlt worden.

In mehr als 100 Fällen seien in über 33 Gemeinden Kredite zum symbolischen Zinssatz von 0,01 Prozent genehmigt worden. Insgesamt wurden 900♦000 Euro als Hilfskredite bereitgestellt. „Damit unterstreicht die Kreissparkasse einmal mehr ihre Solidarität“, betont der Landrat, der zugleich auch Vorsitzender des Verwaltungsrats der KSK ist. „Und auch in dieser Funktion kann ich nur loben“, sagt er. Tatsächlich blickt die KSK erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. „Seit 2008 sprechen wir jedes Jahr aufs Neue von Herausforderungen, und wieder können wir nur sagen, dass wir sie gemeistert haben“, sagt der KSK-Vorstandsvorsitzende Ingolf Bermes.

Zwar wünsche man sich ein Ende der Niedrigzinsphase oder des Regulierungsdrucks der Europäischen Zentralbank, sagt Bermes, doch an den widrigen Bedingungen, zu denen Kreditgeschäfte aktuell liefen, werde sich demnächst nichts ändern. So habe man das vergangene Jahr für wichtige Weichenstellungen genutzt, sagt er. „Unsere Strategie, auf qualifizierte Beratung, kundenorientierten Service, den Ausbau unserer Vertriebswege und die Förderung unserer Mitarbeiter zu setzen, spiegelt sich erneut in einem Wachstum im Kundengeschäft wider“, sagt Bermes.

Erneut sei die Bilanzsumme um ein Prozent auf 1,363 Milliarden Euro gewachsen (siehe Info). „Unter den gegebenen Marktbedingungen ist das ein guter Beleg für die gesunde Entwicklung“, sagt Bermes.

Die Nähe zum Kunden bleibe weiter eines der großen Anliegen. „Trotz mancher Veränderungen, die gemacht werden mussten. Als sinnvoll und erfolgreich hat sich dabei die Einführung der mobilen Filiale im vorigen Jahr erwiesen“, sagt Vorstandsmitglied Rainer Nickels. Zwar hat die KSK 2017 zehn ihrer Kleinstfilialen schließen müssen (der TV berichtete), seit Januar 2018 ist aber ein mobiles Team der Bank im Eifelkreis unterwegs. Die mobile KSK-Filiale macht dabei an insgesamt 26 Standorten halt. „Damit sind wir in 50 Orten vertreten, mehr als vor den Schließungen“, sagt Nickels, und das Angebot werde gut angenommen. Seit dem Start seien 8000 Kunden in der mobilen Filiale bedient worden, sagt Nickels. Sie habe insgesamt 15♦200 Geschäftsvorgänge erledigt.

„Das heißt aber nicht, dass weitere Schließungen erwogen werden“, betont Bermes. „Im Gegenteil – in die laufenden Standorte wird weiter investiert. So wird die Filiale in Arzfeld im Moment modernisiert“, sagt Streit. Stimme der Verwaltungsrat zu, sei als nächstes die Filiale in Irrel an der Reihe.

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