Landrat Streit entschuldigt sich bei FDP-Chef

Kommunalpolitik : Landrat Streit entschuldigt sich bei FDP-Chef

Mit einem Post im sozialen Netzwerk Facebook hat der Kreischef für Wirbel gesorgt. Jetzt folgt die Wiedergutmachung.

() Ende gut, alles gut? Der öffentliche Zwist zwischen Landrat Joachim Streit und FDP-Kreis-Chef Jürgen Krämer scheint beigelegt. Streit hatte in einem Facebook-Beitrag für Wirbel gesorgt: Darin hatte er Krämer  als „Wichtigtuer“ und „Luftpumpe“ bezeichnet (der TV berichtete in der Wochenendausgabe). Krämer forderte eine Entschuldigung. Und die sollte er bekommen. Via Facebook folgten am Samstag besänftigende Worte. Streit wandte sich auf seiner Facebookseite an den FDP-Chef. „Ich entschuldige mich in aller Form für die Worte bei Dir und der FDP. Ich bin mit der Wortwahl (...) über das Ziel hinausgeschossen. Das tut mir leid. Ich habe einen Fehler gemacht und bitte hier, wo es geschah, um Verzeihung.“  Krämer nahm die Entschuldigung an: „Wir haben die vergangenen Jahre immer vertrauensvoll zusammengearbeitet. In der Wahlkampfhektik kann es da passieren, übers Ziel hinauszuschießen. Alles okay. Ich freue mich auf eine zukünftig wiederum beste Zusammenarbeit unter guten Demokraten!“ Zum persönlichen Austausch wollen sich die beiden zum Kaffee treffen.

Streit hatte in dem Facebook-Post am vergangenen Donnerstag um 21.01 Uhr folgendes veröffentlicht: „Die dümmste Anfrage des Jahres von Jürgen Krämer FDP. Da fragt er nach Dingen, die zwei Sitzungen vorher beschlossen wurden. Gähn, gähn. [...]“. An den Post hat der Landrat drei sogenannte Hashtags, also Schlagworte, angefügt: „Gähngähn“, „Wahlkampfgetöse“ und „Wichtigtuer“.

Der Beitrag wurde einige Male kommentiert, auch vom Kreischef selbst. In einem seiner Statements legte der Landrat sogar nach, bezeichnete Krämer als „Luftpumpe“. Am Freitagmorgen war der Beitrag gelöscht, ein Bekannter hatte Krämer jedoch einen Screenshot davon, eine Abbildung vom Computerbildschirm, gesendet. Der 48-Jährige hatte „eine öffentliche Entschuldigung“ als „anständige Geste“ gefordert. Und jetzt auch bekommen.

Mehr von Volksfreund