Mit Herz für den Flecken

SCHÖNECKEN. Mit viel Optimismus geht die Freie Wählergruppe (FWG) ins Rennen um den Posten des Ortsbürgermeisters: Am Dienstagabend nominierten die "Freien" Maria Weber als Kandidatin für die Wahl am 3. September.

Nach dem Unfalltod von Paul Ludwig werden die Schönecker im September einen neuen Ortsbürgermeister wählen - oder vielleicht eine Bürgermeisterin. Denn neben Werner Krämer (CDU, der TV berichtete) tritt auch Maria Weber von der FWG an. Die SPD hat keinen Kandidaten für die Wahl im Burgflecken aufgestellt. "Ich freue mich - natürlich", sagt Maria Weber zu ihrer Nominierung. "Ich habe mir das reiflich überlegt, und es war deshalb sehr schön, dass ich einstimmig als Kandidatin gewählt wurde."Seit 1994 Mitglied im Gemeinderat

"Wir wollen den Bürgern die Möglichkeit zu einer echten Wahl geben", sagt Fraktionschefin Adelheid Karp. "Und wir denken, unsere Kandidatin hat gute Chancen." Denn Maria Weber - am Dienstagabend in nichtöffentlicher Sitzung zur Kandidatin bestimmt - sei regelrecht "prädestiniert, für Schönecken etwas herauszuholen. Sie kennt die Nöte und Sorgen der Bürger." Maria Weber, seit 1994 im Ortsgemeinderat und für die Unabhängige Wählergemeinschaft im Rat der Verbandsgemeinde, ist 51 Jahre alt, verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne und arbeitet als Erzieherin beim Deutschen Roten Kreuz in Bitburg. Dort ist sie verantwortliche Referentin für das "Projekt Paula - Vorschulkindern lernen helfen." Aber nicht nur mit den Früh-Bürgern habe sie zu tun, sondern eben auch mit deren Eltern, erzählt sie. "Und durch meine Gymnastikgruppe auch mit vielen Senioren. Ich denke einfach, dass ich deshalb die richtige Person bin, da anzupacken." Und anzupacken gebe es so einiges, sagen die beiden FWG-Vertreterinnen. Adelheid Karp nennt die Dorfsanierung und den Erhalt des Schönecker Schwimmbads. Für die Alten müsse etwas getan werden, "und dafür, dass wir ein Gemeindehaus bekommen, das wir dringend brauchen." Aber auch um "Kleinigkeiten" müsse sich gekümmert werden: "Zum Beispiel Geschwindigkeits-Begrenzungen im Dorf." Da reiche es nicht, "dass man nur ein Schild aufstellt". "Genau das ist es", ergänzt Maria Weber. Nicht immer am ganz großen Rad drehen, sondern "Machbares umsetzen." Aber dazu muss sie erst einmal gewählt werden: "Ich trete mit dem Gedanken an, das Beste, was in meinen Kräften steht, für meinen Heimatort zu tun." Ein Motto dafür hat sie auch bereits: "Ich möchte eine Bürgermeisterin mit Herz und Verstand sein", sagt Maria Weber. Die SPD wird indessen ihren Wählern keine direkte Empfehlung geben: "Wir hoffen, dass wir mit der- oder demjenigen, der gewählt wird, unsere Vorstellungen ebenso gut umsetzen können wie bisher", sagt Erdal Dogan, Ratsmitglied und zweiter Beigeordneter. Mit Paul Ludwig habe die Zusammenarbeit immer sehr gut funktioniert. "Und wir haben in Schönecken so viel zu tun, dass Farben und Parteien keine Rolle spielen." Viel wichtiger sei deshalb schlicht die Geschlossenheit aller Verantwortlichen. Jetzt bereitet die FWG den Wahlkampf vor. "Obwohl", sagt Adelheid Karp, "Kampf ist ja ein schlechtes Wort. Wir legen keinen Wert auf Konfrontation, sondern aufs Miteinander."

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