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Trockenwerk geht wieder in Betrieb

Trockenwerk geht wieder in Betrieb

Fast sieben Monate nach dem Feuer im Trockenturm des Pronsfelder Arla-Werks ist die Anlage wieder in Betrieb. Jetzt haben die Gutachter auch die Ursache herausgefunden: einen Filterbrand.

Prüm. Lange Produktionspause: Sieben Monate lang stand die Herstellung von Milchpulver im Pronsfelder Arla-Werk still. Und fast genau so lange dauerten die Ermittlungen zur Ursache des Brands, der am späten Abend des zweiten Weihnachtsfeiertags im kurz zuvor fertiggestellten Trockenturm ausgebrochen war (der TV berichtete).
Nach aufwendigen Untersuchungen, so teilt Arla-Sprecher Wolfgang Rommel am Dienstag mit, seien die Experten "zum Fazit gelangt, dass der Brand eines Filters im Zuluftsystem der Anlage die Ursache für diese Explosionen gewesen sein muss." Aufgrund des hohen Zerstörungsgrades in der Anlage habe sich die Ermittlung als äußerst schwierig dargestellt.
Die 42 Meter hohe Anlage, gebaut für 65 Millionen Euro, war erst im November vergangenen Jahres in Betrieb genommen worden - zunächst testweise. Dann geschah das Malheur, das alles lahmlegte.
Zu diesem Zeitpunkt war die Anlage allerdings noch nicht vom Hersteller an die Arla übergeben worden. Zur Höhe des Schadens im Turm und durch den monatelangen Produktionsausfall werden deshalb von Arla auch keine Zahlen genannt, das sei Sache des Erbauers, der Düsseldorfer GEA Group AG, und dessen Versicherers. Von dort kommen jedoch auch keine Angaben, da man sich laut GEA-Pressesprecher Marc Pönitz "öffentlich nicht zu Details bezüglich der Abwicklung einzelner Aufträge" äußere. "Dies gilt insbesondere für finanzielle Angaben, die mit den Aufträgen im Zusammenhang stehen."
Immerhin: "Arla hat dadurch keine Verluste", sagt Wolfgang Rommel. Denn zum Zeitpunkt des Brands sei der Turm eben noch nicht in der Verantwortung der Arla gewesen.
Die Anlage sei seit Monatsbeginn wieder in Gang, nachdem alle Schäden behoben seien. "Die Wiederherstellung des Trockenwerks erfolgte im Höchsttempo und in sehr guter Zusammenarbeit mit all unseren Lieferanten," sagt Tim Ørting Jørgensen, bei Arla für den Kunden-Geschäftsbereich in Deutschland und den Niederlanden verantwortlich.
Nach erfolgreichen Testläufen werde nun "in Pronsfeld wieder Milchpulver produziert". fpl