Unfall am Stauende: Vier Verletzte

Unfall am Stauende: Vier Verletzte

Es ist mittlerweile der dritte Unfall, der sich an der Autobahnbaustelle zwischen dem Kreuz Wittlich und der Abfahrt Salmtal ereignet: Gestern Nachmittag ist ein Lastwagen mit zwei Autos kollidiert.

Wittlich. Ein Ehepaar ist bei einem Unfall auf der A 1 gestern schwer verletzt worden, zwei weitere Menschen wurden ebenfalls verletzt - wie schwer, ist noch nicht bekannt. Der Fahrer eines Lastwagens hatte nicht rechtzeitig gebremst und war gegen 13.40 Uhr in das Stauende gerast, das sich an der Baustelle zwischen dem Kreuz Wittlich und der Anschlussstelle Salmtal in Fahrtrichtung Trier gebildet hatte. Der Lastwagen kollidierte mit einem Auto, das auf den vorausfahrenden Wagen geschoben wurde. Das Ehepaar im hinteren Wagen wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Der Mann wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht, die Frau mit dem Rettungswagen. Der LKW-Fahrer erlitt einen Schock, der Fahrer des zweiten Autos wurde ebenfalls verletzt. Die Autobahn war für knapp zwei Stunden komplett gesperrt, der Verkehr staute sich bis zum Kreuz Wittlich. Dieser Unfall ist mittlerweile der dritte an dieser Stelle. Seit April wird dort bei Esch eine neue Lärmschutzwand gebaut; die A 1 ist in Fahrtrichtung Trier halbseitig gesperrt. Immer wieder staut sich dort der Verkehr. Anfang Juni war in Höhe der Abfahrt ebenfalls ein Lastwagen in ein Stauende gerast und auf einen Sattelzug aufgefahren. Zwei Menschen wurden verletzt. Bereits im Mai hatte an der Baustelle ein Lastkraftfahrer einen Unfall verursacht - auf die gleiche Art und Weise. Er fuhr auf einen Kleinlaster und ein Auto auf, ehe er gegen die Mittelleitplanke prallte. Da die Stelle Gefahren birgt, wurde im Juni die Einfädelspur der Zufahrt auf die Autobahn von 80 auf 100 Meter verlängert. Allerdings sei die kurze Einfädelspur nicht der Hauptgrund für die Zwischenfälle, betonte damals Winfried Valerius von der Autobahnmeisterei Wittlich. Vielmehr würden viele Autofahrer an der Baustelle zu langsam fahren, obwohl dort 80 Kilometer pro Stunde erlaubt seien. Zudem hielten manche sogar mitten in der Baustelle an, um zu sehen, was dort gearbeitet wird. Die Folge: Der Verkehr staut sich. Die Frage, ob auf die Baustelle ausreichend hingewiesen wird, konnte gestern nicht geklärt werden, da beim Landesbetrieb Mobilität kein Ansprechpartner mehr zu erreichen war. Vorsicht ist für Auto- wie LKW-Fahrer noch mindestens bis Ende Oktober geboten. So lange wird nach Auskunft von Valerius auf der Baustelle noch gearbeitet. Im Stau ereignete sich ein weiterer Auffahrunfall, bei dem es aber keine Verletzten gab. Zu einem dritten Unfall kam es gestern im Anschluss auf der A 1 zwischen Föhren und Salmtal. Ein Autofahrer kam wegen Aquaplaning von der Straße ab, wurde aber nicht verletzt. uqvolksfreund.de/blaulicht

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