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Einzelhandel in Trier-Saarburg nur noch mit Termin offen

Wegen steigender Inzidenzen : Einkaufen in Trier-Saarburg nur nach Termin möglich – Droht das auch in Trier und in der Eifel?

Nun müssen die Geschäfte in Trier-Saarburg doch schließen. Wegen der hohen Inzidenz ist ab morgen nur noch Terminshopping erlaubt. Das könnte nach den neuesten Zahlen auch in Trier, in Bernkastel-Wittlich und im Eifelkreis drohen.

Die Kreisverwaltung hatte zunächst entschieden, Geschäfte offen zu lassen und nur die Kundenzahl zu beschränken. Auf Anordnung des Landes musste die Verwaltung die Entscheidung zurücknehmen. Die akutelle Inzidenz in Trier-Saarburg liegt bei 51,5. Sie liegt damit zwar weiter über dem Grenzwert von 50 ist aber deutlich zurückgegangen.

Eine Ausnahme gilt laut Allgemeinverfügung des Landkreises für folgende Geschäfte: Lebensmittelläden, Getränkemärkte, Drogerien, Babyfachmärkte, Verkaufsstände auf Wochenmärkten, Apotheken, Sanitätshäuser, Reformhäuser, Tankstellen,        Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungs- und Zeitschriftenverkauf, Buchhandlungen,        Baumärkte, Tierbedarfsmärkte und Futtermittelmärkte,         Großhandel, Blumenfachgeschäfte, Gärtnereien, Gartenbaubetriebe, Gartenbaumärkte.

Landrat Günther Schartz zeigte sich enttäuscht, dass das Land seiner Auffassung, die Stadt Trier und den Umlandkreis Trier-Saarburg gemeinsam zu betrachten, nicht gefolgt sei und vielmehr den Landkreis angewiesen habe, diese Allgemeinverfügung zu erlassen.

Dass im Oberzentrum andere Regeln gelten als im umliegenden Kreis sei für die Bürgerinnen und Bürger kaum nachvollziehbar. „Ich hätte mir etwas Anderes gewünscht“, so Schartz.

Die Frage ist allerdings, wie lange in Trier die Geschäfte aufbleiben. Dort ist die Inzidenz heute auch über 50 geklettert, aktuell liegt sie bei 55,6.

Gleichwohl appelliert Schartz. an alle Bürgerinnen und Bürger, die nun geltenden Regeln einzuhalten. „Tatsache ist, dass die Infektionszahlen bundesweit wieder steigen und wir alle gemeinsam durch verantwortungsvolles Handeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen können“, so der Landrat.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) verteidigte soeben in Mainz die sogenannte Corona-Notbremse. Diese sieht vor, wenn die landesweite Inzidenz drei Tage hintereinander über 50 liegt, muss in den Kreisen und kreisfreien Städten, in denen der Wert auch über 50 liegt, die Geschäfte zum erweiterten Terminshopping (pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche ein Kunde nach Voranmeldung) zurückkehren. Das sei die Vereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden gewesen, sagte Dreyer. Bis auf Trier-Saarburg und die Stadt Pirmasens hätten sich alle betroffenen Kommunen daran gehalten.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm soll heute auch entschieden werden, welche Konsequenzen aus der hohen Inzidenz gezogen werden. Mit einer Inzidenz von 68,6 weist der Landkreis den höchsten Wert in der Region auf. Auch in Bernkastel-Wittlich ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in einer Woche über 50 gestiegen und beträgt derzeit 55,1. Damit drohen auch dort Einschränkungen des Handels. Einzig der Vulkaneifelkreis liegt mit 19,8 deutlich unter der kritischen Marke.