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Frankfurt-Hahn: Fraport überträgt seine Anteile

Frankfurt-Hahn: Fraport überträgt seine Anteile

Das Land Rheinland-Pfalz übernimmt den Fraport-Anteil am Hunsrück-Flughafen Hahn für einen Euro. Wie Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) am Dienstag in Mainz sagte, bleibe dagegen Hessen als Anteilseigner weiterhin im Boot.

(dpa) Bislang hielten die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen jeweils 17,5 Prozent der Anteile — und die Fraport 65 Prozent. Mit der Transaktion enden nach den Angaben alle bestehenden wirtschaftlichen Verpflichtungen der Fraport AG — auch hinsichtlich der Verluste des defizitären Flughafens. Hering hatte kürzlich entgegen der Wünsche von Fraport entschieden, dass es eine ursprünglich geplante Terminalgebühr von drei Euro pro Passagier am Hahn nicht geben wird. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hatte diese Abgabe beabsichtigt, um den defizitären Flughafen rentabel zu machen. Hering hatte mit seiner Entscheidung auf Drohungen des irischen Billigfliegers Ryanair reagiert, Maschinen aus Hahn abzuziehen und Flugverbindungen zu streichen. Daraufhin war eine Diskussion um den Ausstieg der Fraport und möglicherweise auch des Landes Hessen entbrannt.