390 Runden für den guten Zweck

Die pfiffige Idee des Fördervereins Rascheider Ringweg zahlt sich zunehmend aus. Das inzwischen fünfte Rundendrehen für die Verschönerung des Panoramaweges lockte erneut nicht nur Teilnehmer aus dem Ort.

Rascheid. Zwei Wanderer aus Hermeskeil haben den "Rascheider Ringweg" erstmals erkundet, aber wohl nicht zum letzten Mal. "Wir sind angenehm überrascht von den schönen Weitsichten - den Weg kann man weiterempfehlen", versicherten Bernhard Kohl und Monika Molter-Ott. Sie zweigten von der Königsfeldschleife, einer Traumschleife des Saar-Hunsrück-Steiges, zum Ringweg ab und gönnten sich nach einem ersten Rundendrehen eine Pause am Start- und Zielpunkt. Dort erwarteten Würstchen, Kuchen und Getränke die Teilnehmer. Auch die Organisation sei ganz toll, lobte Kohl.
Sponsorengeld und Lose


Verantwortlich zeichnet ein Förderverein, der sich 2010 gründete, um den knapp drei Kilometer langen Panoramarundweg zu verschönern. Für jede Runde von Spaziergängern, Wanderern, Radfahrern oder Skatern fließt Sponsorengeld. Außerdem erhalten Teilnehmer je ein Los für eine Tombola mit ebenfalls gesponserten Preisen. Für viele Rundendreher sind die Gewinnchancen aber Nebensache. Wie die Rascheiderin Monika Breid wollen die meisten einfach die "super Sache" unterstützen und drehen daher meist auch mehrere Runden. Gisela Berens machte sich wegen der schwülen Witterung schon morgens um acht Uhr gleich zweimal auf den Weg und schaute nachmittags zur Kuchenzeit erneut vorbei: "Das ist doch schön, dass die so was anbieten." Rascheider Walkerinnen wissen das besonders zu schätzen. Denn der Weg wird auch im Winter öfter geräumt, so dass sie sich frühere Fahrten wie zum Keller Stausee sparen können. Es sei schon toll, den Weg im Dorf zu haben, sagt Breid. Rita Zey ist das ganze Jahr über eine "eifrige Ringwegnutzerin" - zu Fuß ebenso wie per Fahrrad. "Und jedes Mal entdeckt man etwas Neues", lobt das Fördermitglied. Mal erwarte einen eine weitere Bank an der Strecke, mal eine neue Schleife wie zum Aussichtspunkt "auf Karmet, der neuerdings mit einem Fernglas ausgestattet sei.
Laut Vorstandsmitglied Martina Eiden-Marx war die Resonanz im Vergleich zum Vorjahr zwar etwas schwächer. Doch letztlich wurden 390 Runden gesammelt, so dass wohl wieder ein stattlicher Betrag zusammenkommen wird.
Binnen vier Jahren investierte der Verein weit mehr als 10 000 Euro in den Weg, von dem aus bis zu 13 Dörfer zeitgleich zu sehen sind. Das Geld floss sowohl aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen als auch aus Aktionen wie Fackelwanderungen, Dorfflohmärkten oder Martinsgansverlosungen.